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Freitag, 3. Juni 2011

Schon wieder Vatertag...

Und jedes Jahr grüßt das Murmeltier...

Sitzprobe auf den neuen Faltklapphockern...

 Der Anfang!

 Der Mittelteil!

Vom Ende weiß ich nichts mehr... Aber wir haben eine Menge neidischer Blicke abbekommen. Manche murmelten im Vorbeigehen sogar was von "...Profis..."...

Falls sich einer fragen sollte: Die Gurke hat spanische Flaggen und war für meinen Gemüseamoklauf gedacht: "Weg da! Ich habe eine Gurke! Und ich werde sie benutzen! Gehen sie aus dem Weg!"

Ach ja, es ist ja schon wieder ein Monat um. Gut, dass Du mich daran erinnerst, Psyco...
28 Hände Badugi, -$0.40. Poker kommt gerade etwas aus der Mode in diesem Blog :-) Ist halt mehr ein Winter"sport"...

Edit: Vorhin den Bollerwagen mit dem Leergut zum Automaten geschoben: 60 x 0,33L... Dazu kommt noch ein voller Rucksack mit Pfandflaschen.... 

Sonntag, 6. März 2011

CeBIT 2011

Letztes Jahr hab ich Euch ja auch einen kleinen Einblick von der CeBIT geben können, dieses Jahr soll er nicht fehlen. "Main Event" dieses Jahres war wohl ein Stück abgesperrtes Gelände, auf dem u.a. Ralf Schumacher ein paar Messegäste von Vodafone mit einem Mercedes SLR durchschüttelte.

Beweisvideo:



Beweisfoto:

An den anderen Tagen fuhren Lewis Hamilton und Gary Paffett durch die Gegend.

Schöne und schnelle Autos sind ja immer beliebte Fotoobjekte, und wenn man dann noch so geschickt seinen Firmennamen im Hintergrund platziert, bekommt man sogar kostenlose Werbung in Blogs:


Ein paar Stände hatten natürlich auch hübsche Frauen zu bieten, die maximal mit Firmenlogos ihre wichtigsten Körperteile bedeckt hatten. Aber soetwas fotographiere ich nicht. Ich unterstütze die sexuelle Ausbeutung der Frau nicht! Niemals! Allerdings habe ich dann Freitag Abend auf einer Standparty dieses hübsche Exemplar gesehen, und weil sie meiner Ansicht nach komplett bekleidet war, habe ich sie fotographiert:


Leider war es nur die Handykamera, so dass die Aufnahme nicht so doll ist. Und trotz dem, dass ich es mehr oder weniger aus der Hüfte geschossen habe, also wenigstens versucht habe, es unauffällig zu machen, hat mich das kleine Luder entdeckt... Verdammt... Bozzo, mach den Mund wieder zu...

Joar, das war die CeBIT 2011. Wer von diesem Post irgendetwas wissenswertes über technische Innovationen erwartet hat: Sorry, da müßt ihr schon selber vorbeikommen...

Freitag, 31. Dezember 2010

Guten Rutsch...

...ins neue Poker-Jahr!

Für Tanja und mich geht es gleich los in die Markthalle zum üblichen "Antrinken" mit Freunden und Bekannten. Wie der Rest des Abends verläuft ist noch relativ ungewiss.


Ich hab gerade noch geschaut, ob ich was zum Anzünden bekomme, aber die Schlange an den Kassen war mir zu voll, da habe ich in der Restetüte der letzten 3 Jahre gesucht und noch ein paar Kleinigkeiten gefunden. Mehr was fürs Auge, das mag ich lieber als Böller.

Ich hoffe Ihr kommt gut rein, habt einen schönen Abend, feiert ordentlich, verletzt Euch nicht mit Böllern...

Wir sehen uns im nächsten Jahr!

Guten Rutsch! nochmal wünscht
Euer Krebsi

Montag, 8. November 2010

Die Serie ist gerissen... Spitzenreiter! Spitzenreiter! Hej! Hej!

Meine Serie, dass Hannover 96 nicht verliert, wenn ich im Stadion bin, ist endlich gerissen. Schade für 96. Um so besser für den BVB!

Nahe am Pferch, in den die Auswärtsfans gesperrt werden, war die Stimmung Bombe. Von der 96-Nordkurve hat man nichts gehört. So sah dann die Südkurve in der AWD-Arena aus:
Selbst in unserem Block waren mehr Dortmunder als 96er. Im Prinzip ein Heimspiel. Und wir saßen genau richtig, denn 3 der 4 Tore fielen direkt vor unserer Nase. Alles richtig gemacht. Der Strafstoß wurde zwar auch vor uns vergeben, aber was solls, wir brauchen keine Elfmeter für den Sieg...

In der ersten Halbzeit konnten wir uns in Ruhe die hervorragende Hintermannschaft des BVB anschauen. Im Prinzip kann man sagen, dass Hannover nicht eine wirkliche Torchance hatte und wenn Dortmund nicht selbst mal hintenrum gespielt hätte, 96 gar nicht über die Mittellinie gekommen wäre.

Beim 2:0 war ich natürlich gerade Bier holen. Klar. Ich hatte es meinem Begleiter noch gesagt, dass, wenn ich jetzt gehe, das 2:0 fällt. Ja nun... Da noch 2 Tore fielen nicht so dramatisch.

Direkt vor uns saß ein Pärchen 96er. Die haben bei keiner Aktion, die vom BVB-Fanblock ausging, mitgemacht. So richtige Sitzplatzkarteninhaber. Mann, was hatten wir einen Spaß! Die nicht.

Nach dem Spiel noch ein bißchen mit der Mannschaft gefeiert. Selbst Kloppo kam noch mal extra in die Fankurve gelaufen.

Und so sah es dann 10 Minuten nach Abpfiff aus:

Nordkurve:

Südkurve:

Nach dem Stadion noch nebenan ins Courtyard zum Weiterfeiern. In meinem BVB-Jubiläumstrikot war ich natürlich schnell ein Hassobjekt der 96-Meute dort, aber damit konnte ich leben. Meine Arbeitskollegen, Bekannten und Freunde, die ich dort traf, meinten, sie kennen keinen mehr, der aus Dortmund kommt :-) Trotzdem haben wir noch bis 22 Uhr dort das ein oder andere Bier getrunken, gefachsimpelt, Blödsinn geredet und noch ein Bier getrunken...

Zum Glück muß ich heute erst um 14 Uhr zur Arbeit...

Sonntag, 27. Juni 2010

Cala Ratjada ganz romantisch Teil 4 / Ende

5. Tag

Das Wetter ist immernoch gut. Heute spielt Deutschland um 13:30 Uhr. Wir gehen mit dem Plan an den Strand ein Tretboot mit Rutsche zu mieten.
WTF!?! Tretboote sind aus... Alle schippern da durch die Bucht, für uns ist keines mehr da. OK, legen wir uns erstmal wieder hin. Und warten. Um 20 nach 11 kommen die ersten Tretboote wieder rein. Ist den meißten von uns aber jetzt irgendwie zu spät, da alle ihre anteiligen 3 Euro für die Stunde Miete auch ausnutzen wollen. Pfennigfuchser...
Liegen wir also weiter dumm am Strand rum. Bis 12:30. Dann gehen Jens und ich schon mal vor um einen Platz irgendwo vor einem der unzähligen Fernseher zu sichern. Die Frauen:"Reicht es, wenn wir um 20 nach 1 da sind?" Ja klar, bis dahin schlagen wir uns mit den anderen 2 Millionen Deutschlandfans um Eure 4 Sitzplätze...

Wir nehmen gleich die erste Sportsbar und bekommen annehmbare Plätze in dritter Reihe vor einem Fernseher. Für einen Platz an der Leinwand hätte man wohl direkt aus dem Bett in diese Sportsbar einkehren müssen. Die Frauen haben uns schon auf dem Weg dorthin abgefangen, so toll war es am Strand wohl doch nicht mehr, als mindestens 3/4 aller dort Liegenden kurz nach uns abgewandert waren. Das erlebt man dort wohl auch eher selten: kurz vor der Hochsaison, strahlender Sonnenschein, 32°, klares, quallenfreies Wasser und kaum ein Mensch am Strand.
Zum Spiel muß ich wohl nicht viel sagen, es endete bekanntlich mit 0:1 für Serbien.
Gespräche danach zwischen zwei Urlaubern:"Kommst Du noch mit zum Strand?" Die sehr schnelle und verärgerte Antwort seines Kumpels:"NEIN!" Da war wohl einer sehr gefrustet.

Wir gehen aber zurück an den Strand. Auch diesmal wird es aus unerfindlichen Gründen nichts mit dem Tretboot. Tanja hat sich auf dem Rückweg zum Strand eine Taucherbrille mit Schnorchel gekauft. Eine Kindertaucherbrille... Jens leiht ihr seine Brille und daraufhin ist Tanja für eine Stunde in der Bucht verschwunden. Sie kommt wieder mit den Worten:"Ich habe einen Tiger gefunden!"
WTF?!?
Sie: "Ja, so einen Playmobiltiger. Hat bestimmt ein Kind verloren."
Ich:"Und wo ist der nun?"
Sie:"Den hole ich morgen hoch, wenn wir mit dem Tretboot da hin fahren."
Jens:"Wie tief liegt der denn?"
Sie:"So 10 Meter!?"
Jens und ich:"Aha..."
Viel Spaß mit dem Druck... Davon abgesehen, dass Tanja eh schlecht schätzen kann und dass das ganze in kristallklarem Wasser eh noch schwieriger wird, könnte es von 2 Meter bis 10 Meter alles gewesen sein.
Tanja hat trotzdem noch viele andere schöne echte Tiere gesehen. Wer es nicht weiß, die Wasserwelt dort steht unter Naturschutz und es gibt, laut Jens, wohl wirklich sehr viel zu sehen.

Jens und Melle müssen los. 18:40 ist Transfer zum Flughafen, vorher wollen sie noch mal duschen und müssen noch auschecken. Wir bleiben noch liegen und ich langweile mich wieder. Mit der Aussicht auf Tretboot mieten habe ich, wie am Morgen auch schon, alles Unnötige im Hotel gelassen. Ich sagte zwar, lesen am Strand ist doof, aber wenn man ein Buch in der Tasche hat und wenigstens weiß, man könnte jetzt lesen, ist es schon etwas anderes. Ich gehe mal am Wasserrand entlang zur mittleren Bierbude. Auch nicht viel interessanter aber das Alster ist köstlich.
Wir brechen auf, verabschieden Melle und Jens, gehen Essen, machen uns fein, spielen 2 Runden BINGO, bei der wir pro Runde einen halben Liter Sangria gewinnen, was uns den Hass einer Abitruppe einbringt.
Lustige Beobachtung dabei am Nachbartisch: Ein Paar in mittleren Jahren. Erste (kostenlose) Runde nichts gewonnen. Er hat ein Bier vor sich, sie nichts. 2. Runde, jetzt kostet ein BINGO-Schein 50 Cent, die beiden kaufen 4 Stück. Nach jeder Zahl, die seine Scheine nicht trifft, schmeißt er seinen Stift auf den Tisch. Als von unserem Tisch dann "Reihe!" für den 2. halben Liter Sangria gerufen wird, rastet er schon fast aus. Sein Bein zittert. Wir spielen eigentlich nur noch um das Paar zu schlagen, den weiteren Liter Sangria hätten wir wohl in den Pool gekippt...Leider wird es nichts mit unserem Sieg und das Paar gewinnt tatsächlich. Was für eine Freude!
Der Mensch ist ein komisches Tier...

Wir gehen nochmal zu DJ Jörg. Die Frau hat heute ein rotes Kleid an, welches man sonst nur auf Opernbällen sieht. Um 0 Uhr erfahren wir auch warum: Tatjana aus Münster hat heute Geburtstag!
Wir überlegen kurz, ob wir hingehen und gratulieren, damit sie uns ein Getränk spendiert, lassen den Plan aber schnell wieder fallen.
Für heute reicht es uns und der Abend ist um halb 1 beendet. Von DJ Jörg brauchen wir kein Taxi...

letzter Tag

Der Plan war eigentlich Morgens an den Strand, Nachmittags nochmal shoppen um letzte Mitbringsel und Zigaretten für die Heimat mitzunehmen. Alles hinfällig, als man aus dem Fenster schaute. Dicke Wolken hängen am Himmel. Also wird kurzfristig umgeplant und es geht erst in die Stadt. Kaum sind wir los, klart es auf und ich schwitze. In der Stadt. Ärgerlich. Ich probiere es nochmal mit einer kleinen Dose San Miguel und zusätzlich einer kleinen Flsche Wasser...
Samstags ist in Cala Ratjada immer Wochenmarkt. Zusätzlich zu Obst und Gemüse gibt es natürlich den ganzen Plunder, den man sonst auch in den normalen Läden bekommt.
Die Frauen suchen wieder nach Taschen, Schuhen, Tüchern und Kleidern, während ein anderer Stand meine Aufmerksamkeit erregte: Dort standen nur Männer in der ersten Reihe und die Frauen standen dahinter und schauten gelangweilt in der Gegen rum. Oha! Soetwas bewirken normalerweise nur Modelleisenbahnen oder eine Carrera-Bahn. Es ist ein Stand mit Knobeleien aus Holz, Metall etc. Hier fand ich die Teile wieder, die in der Edelpizzeria auf den Tischen auslagen. Die Frauen ließen mich dort erstmal stehen und knobeln, so waren alle zufrieden.
Ich hab dann erstmal 2 gekauft. Die Holzschlange muß ein Würfel von 3x3x3 werden und beim anderen muß man die Messingscheibe vom Bolzen runter bekommen.

Wir sind fertig mit shoppen und gehen danach zum Strand. Kaum sind wir dort, kommt hinter dem Pinienwald eine sehr dicke, sehr dunkle Wolke hervor. Es blitzt darin, es donnert leise. Es blitzt erneut, es donnert so als wenn zwei voll beladenen Güterzüge zusammenprallen. Eine Frau schreit:"Wir werden alle sterben!", sie lacht aber dabei. Wir liegen direkt neben dem Bademeister, der auf seinem Hochsitz nicht mal mit der Wimper zuckt. Ich denke mir, wenn der da oben als direkter Blitzableiter so ruhig sitzen bleibt, hat ihn entweder der Blitz gerade schon getroffen oder wir müssen uns keine Sorgen machen. Es riecht nicht verkokelt, also bleiben wir liegen. Um uns herum herrscht aber doch eine gewisse Aufbruchstimmung und so leert sich der Strand etwas.
Nun gibt es ein kleines Naturschauspiel. Die riesige Wolke stoppt ihren nordöstlichen Weg über die Bucht Richtung Menorca und biegt spontan nach Südosten ab. Wir bekommen nicht einen Tropfen Regen ab und es entsteht eine messerscharfe Kante, die mit jeder Sekunde ein paar Zentimeter mehr Sonne über den Strand fallen läßt. Der Strand liegt wieder voll in der Sonne, alle jubeln, weil wir doch überlebt haben.

Der Exodus der Angsthasen hat das ein oder andere Strandgut hinterlassen. So meinte dann ein schlauer Frischabiturient, er könne sich die nun leere Strandliege, die direkt vor mir stand, einheimsen und ein paar Meter weiter zu seiner Abitruppe ziehen, um sich dann darauf legen zu können. Da hat er die Rechnung ohne den Strandliegenmeister gemacht, der flink wie immer gleich zur Stelle war und kassieren will. Der Abiturient verweigert die Bezahlung, der Meister schnappt sich eine Taucherbrille, die nun als Pfand oder als Bezahlung dienen soll, mitsamt der Liege und stiefelt davon.
Da hat er diesmal die Rechnung ohne den diskussionsfreudigen Abiturienten gemacht. Der weigert sich immernoch zu zahlen und legt es wirklich darauf an, die Polizei kommen zu lassen...
Ich äußere schon laut, dass das, falls der Abiturient nicht fließend Spanisch spricht, wohl keine so gute Idee ist.
Ein paar Jungs der Truppe stellen sich neben den Liegenwächter an die Bierbutze und warten. Er sowieso. Nach einer halben Stunde taucht ein Polizeiwagen in der Größe eines VW-Bullis auf, dahinter noch ein Streifenwagen. 2 Polizisten "sichern" den Zugang zum Strand ab, die zwei anderen marschieren zur Bierbude. Nicht ohne vorher noch auf dem Weg sämtliche Verstöße gegen die Strandordnung zu beheben. So müssen viele Leute ihre Glasflaschen sofort in den Müll schmeißen, ein Volleyball wird einkassiert aber ziemlich schnell zurück gegeben und ein Ghettoblaster hängt plötzlich über der Schulter des Polizisten. So schnell kann man sich Freunde machen, wenn die nun wüßten, dass ein Dummkopf nicht die 5 Euro für eine Liege zahlen wollte und die Polizei kommen läßt.

Der besagte kommt nach 2 Minuten wutschnaubend zurück und beantwortet die Frage der restlichen Truppe, was nun geht:"Mit denen kann man gar nicht diskutieren!" Ach... "Entweder ich zahle, oder die nehmen mich mit." Welch Überraschung. Ich vermute mal, die Polizisten, selbst wenn sie in Deutschland ausgebildet worden wären, könnten im Moment nicht ein einziges Wort Deutsch. Der Abifrischling schnappt sich sein Portemonaie und geht zur Bierbude zurück. Ich rufe ihm noch nach:"Wenn die Liegen kostenlos wären, hätte wohl jeder am Strand eine. Nun hast Du mal nicht fürs Abi gelernt, sondern fürs Leben!" Meine Mitreisenden sind kurz entsetzt über meine große Fresse, zwei andere Paare in unserem Alter grinsen mich an. Er hingegen ignoriert mich... Dann kommt er zurück und die anderen meinen:"Wenn Du jetzt bezahlt hast, dann kannst Du Dir ja jetzt die Liege holen."
Er:"Ich habe den Bon weggeworfen." Selfowning deluxe...
Der Kerl, dem der Ghettoblaster gehört, darf aber wirklich mitkommen. Er wird stark umjubelt in Empfang genommen, als er nach mehr als eineinhalb Stunden zurückkehrt.

Wir treten unser letztes Abendessen an. Heute wollen wir auf BINGO verzichten, trinken auf den Zimmerbalkonen die letzten Reste Wodka und Gin aus. Ich habe vorher noch eine Flasche Fanta Lemon gekauft und plötzlich schmeckten die Mischungen. Einmal Fanta pur probiert, dann das andere Lemonzeug. BAH! Der Süßstoff im anderen hat total den Geschmack versaut. Späte Erkenntnis...
Danach kehren wir auf zwei Cuba Libre bei DJ Jörg ein und schauen noch einmal ins Chocolate.
Um kurz vor 1 kommt kurz die Frage auf, ob wir nun bis 4 durchmachen, wenn uns der Transferbus um 4:30 Uhr abholt, oder ob wir nun ins Hotel gehen und noch 2,5 Stunden schlafen. Wir gehen schlafen.
Als der Wecker klingelt, fühle ich mich sowas von schlecht, hätte ich mal lieber durchgemacht...

Der Nachtportier läßt uns am Automaten noch Kaffee ziehen, eine kleine Rettung.
Wir warten vor dem Hotel auf den Bus...

Frühstück bei McDonalds im Flughafen. Keiner hat Bock, großartig Sachen im Duty Free zu kaufen.

Der Flug ist normal, man kann sogar den Piloten verstehen, alle schlafen. Wir landen dank des Wetters ruckelig im kalten Hannover. Brrr.


Der Tiger liegt übrigens immernoch auf dem Meeresgrund, denn es wurde in diesem Urlaub nie ein Tretboot gemietet...

Samstag, 26. Juni 2010

Cala Ratjada ganz romantisch Teil 3

4. Tag

Das Wetter ist Bombe. Wir gehen ohne Umweg über irgendwelche Geschäfte an den Strand. Jens und Melle geht es schlecht und sie bleiben erstmal im Hotel. Für 12 Uhr hat Jens uns in der Tauchbasis für einen Schnuppertauchkurs angemeldet. Bis dahin wollten sie ihre Kreisläufe wieder unter Kontrolle haben. Um 11 tauchen die beiden auch auf. Ziemlich blass um die Nase, aber aufrecht gehend. Ich glaube nicht, dass sie die Zeit alleine für Schweinereien nutzen konnten...

10 vor 12 gehen dann Melle, Tanja, Jens und ich die Strandpromenade zurück und sehen schon von oben, dass die Bucht voller Feuerquallen ist. Bäh! Das Schnuppern fällt also aus. Bei der Seuche haben selbst die erfahrenen Taucher keine Lust ins Wasser zu gehen. Macht nichts, trinken wir halt nur etwas und genießen die Aussicht.Zurück zum Strand. Unsere beiden Singles liegen ja noch dort. Und haben sich keinen Meter bewegt... In dieser Bucht ist keine Qualle zu sehen. Komisches Meer.
Fürs Tauchen dachte ich mir, wäre es nicht schlecht, das erste Bier auf später zu verschieben. Nun gehe ich also zur Strandbude und hole mir erstmal ein Alster. Und irgendwann noch eins...

Mir ist langweilig. Ich ziehe weder mein T-Shirt noch meine Schuhe aus, breite ein Handtuch über meine geschwollenen Waden und liege so vor mich hin. Lesen am Strand ist auch irgendwie doof. Also beobachte ich wieder die üblichen Objekte. Zwischendurch lästere ich auch mal ein bißchen mit Kerstin über andere Strandbesucher. Das haben wir relativ oft gemacht. Ich fragte mich manchmal, was wohl die anderen in unserer näheren Umgebung über uns denken, wenn sie uns zuhören, denn auch wenn GNTM-Fotos gemacht wurden, wir sehen alle nicht so aus, als würden wir überhaupt das Casting überstehen. Vom Alter mal abgesehen...

Enttäuscht über das ausgefallene Tauchen, Jens ist ein passionierter Taucher, gehen Melle und er in der Strandbucht schnorcheln. Kaum sind die beiden weg, passiert ein kleines "Wunder".
Jeder kennt sie, die aufdringlichen Anwerber für Partyboote, Discopartys, Partytouren nach Palma etc. Bisher hatte uns nie jemand angesprochen, immer nur um uns herum. Einmal lagen die Malle Diven in unserer Nähe, es verbindet halt in der Fremde, wenn man das selbe Schicksal hat und aus Hannover kommt, dort bekam der Anwerber eine derartige Abfuhr von Sarah, wir hatten die Namen aus ihren Gesprächen erlauscht, Tontechnikerohren sei Dank, aber trotzdem blieb er hartnäckig. Irgendwann sah er es doch ein und verschwand ohne uns eines Blickes zu würdigen. Da sagte ich nur zu den Diven:"Seht ihr, ihr müßt einfach nur älter werden, dann werdet ihr nicht angesprochen."

Zurück zum "Wunder": Plötzlich steht mir einer in der Sonne und fragt:"Seid ihr schon mal angesprochen worden?", keine Antwort von uns, "Bestimmt schon tausendmal..." philosophiert der Drücker weiter. Wir schauen uns nur verwirrt an und sagen:"Nein, Du bist der erste."
Ab da zeigte sein Gesicht trotz der riesigen Pornobrille leicht verwirrte Züge und sein Konzept fürs Gespräch war auch irgendwie in seinem Köpfchen durcheinander geraten.
Also redeten wir weiter:"Was hast Du denn anzubieten? Partyboot?"
Er:"Äh. Ja. Auch."
Wir:"Das Problem ist wohl, dass wir zu alt für diese Touren sind."
Er:"Also da sind manchmal auch Leute in eurem Alter mit dabei."
Zu seinem Glück hat er nicht versucht zu erraten, wie alt wir wirklich sind. Das Gespräch gerät wieder ins Stocken, wir schauen uns alle gegenseitig an...
Er:"Äh, ja dann nichts für Ungut. Bis dann..."
Ich:"Danke fürs Ansprechen, Du hast uns sehr geholfen."
Sobald Melle und Jens aus dem Wasser kamen, schmierten wir ihnen unseren "Erfolg" aufs Brot.

So haben wir einen armen Anwerber unabsichtlich verarscht. Wir gehen jedenfalls davon aus, dass er sich verarscht fühlte. Kurze Zeit später kam die Guardia Civil über den Strand getapert und kassierte alle Anwerber ein. Sie durften mit zur Straße kommen und mußten wohl ihre Daten angeben. Soweit man das aus 200 Meter Entfernung richtig deuten kann. Das dürfte ihn wohl abgelenkt haben.
Die schlauen Afrikaner, die einem immer diese unglaublich günstigen echten Markensonnenbrillen und -uhren andrehen wollen, haben ihre Ware neben der Bierbude in den Mülleimer geworfen und sich auf den Deckel gesetzt. Als die Guardia weg war, ging deren Geschäft weiter. Die Anwerber waren für den Rest der Woche nicht mehr zu sehen...

Der Strandtag geht zu Ende und wir verpflegen uns. Wir haben uns an den permanenten Knoblauchgeschmack gewöhnt. Nach dem Essen geht es runter an die Poolbar. Dort trinken wir erstmal alle einen Mesclat zum Beschleunigen. So richtig Lust auf Weiterziehen hat keiner, aber wir einigen uns auf 2-4 Getränke im Chocolate. Vorher landen wir wieder bei DJ Jörg. Die Frau ist auch da. Heute in grün. Entweder hat Jörg heute nicht so viel ihrer Lieblingstanzmusik gespielt oder sie hat Löschpapier unter ihren Klamotten.
Ich beginne mit Cuba Libre, aber irgendwie läuft es nicht. Wir bleiben noch 2 weitere Cuba Libre und ziehen weiter in den Bierbrunnen. Es ist ziemlich leer. Also entweder sind wir zu früh oder zu spät. Ich gehe eher von zu spät aus. Trotzdem bestellen wir einen Liter Osborne Cola. Vom Nebentisch bekomme ich ein Gespräch zwischen zwei Jungs und zwei Mädels mit. Ich mache mir Sorgen um meine Rente. Der Generationenvertrag kann unmöglich eingehalten werden...

Die Jungs haben die Bierbrunnen T-Shirts mit dem einprägsamen Aufdruck "Fußball! Ficken! Alkohol!" an, die man für 2€ mehr zum Liter dazu bekommt. So kann man natürlich mit wenig Gepäck reisen, wenn man sich jeden Abend erstmal ein neues T-Shirt "gönnt". Aber die Frauen scheinen voll darauf abzufliegen...

Weiter geht es ins Chocolate. An diesem Abend geraten wir irgendwie zwischen die beiden Männertrupps aus Bielefeld und Bremen von den Vorabenden. Das Alphaweibchen sollte eigentlich nicht grüßen, denn heute kamen die Frauen vom Trainer Jörg und anderen an. Die sollten doch auf keinen Fall glauben, die hätten hier in der Zwischenzeit andere Frauen kennengelernt, sie grüßt aber doch und bemerkt sofort ihren Fehler.
Irgendwann kommt ein Allianz-Versicherungsvertreter aus Bocholt an unseren Tisch und schwätzt die Frauen voll. Selbst die Singels darunter schalten nach ein paar Minuten auf Durchzug. Hätte ich dort eine Versicherung laufen, ich würde sie kündigen. So ein Knallkopf...

Die anderen trinken, als gäbe es kein morgen. Ist im Prinzip auch teilweise richtig, denn Melle und Jens müssen morgen Abend abfliegen. Wer früher kommt, der muß auch früher wieder gehen. Logisch. Mir schmeckt es jedenfalls an diesem Abend nicht. Trotzdem steht andauernd ein frisches Bier vor mir. Ich spüre wieder ein leichtes Sodbrennen und bin eigentlich nur genervt. Weil es mir nicht schmeckt und alle anderen voll sind. Antizyklisches Gruppentrinken ist gemein. Ich trinke einen Pernod Cola. Keine spürbare Wirkung.

Nach 10 Cuba Libre, soviel zu den 2-4 Getränken, Jens ist inzwischen aber auch schon alleine ins Hotel gegangen, schaut Melle mich an, beide Augen einzeln und sagt:"Iii mu na haue. Sofort!" Oha.
Das Alphaweibchen ist noch nicht ganz bereit dazu, denn sie hat noch 2/3 Cuba Libre vor sich und der Menowin-Typ ist heute der schönste Mann im Chocolate. Verzerrte Wahrnehmung...

Melle dauert es zu lange, steht auf und geht Richtung Marktplatz. Ich folge ihr, denn man sollte sie in dem Zustand nicht alleine lassen. Tanja und Rike kommen kurz darauf nach. Melle kommt auf die gloreiche Idee, den Alkoholspiegel mit einer Lore Pommes senken zu können. Aus jahrelanger Erfahrung kann ich das widerlegen. Aber des Menschen Wille ist sein Königreich und so zieht sie ungebremst in die Pommesbude neben dem BurgerKing ein.
Das Alphaweibchen kommt nicht in die Puschen und lässt uns nun schon eine Viertelstunde warten. Ich gehe mal zu den beiden, die noch fröhlich auf Barhockern sitzen und quatschen, und merke an, dass wir dann nun gehen wollen würden. Scheiß Gruppenzusammenhalt.

Sie:"Ja, ich komme gleich."
Er:"Ich halte sie übrigens nicht auf."

Einundzwanzig, zweiundzwanzig, dreiundzwanzig... Na, hat jemand gemerkt, wie fies dieser Satz von ihm eigentlich war? Mir ist es erst am nächsten Tag durch den Kopf gegangen, dass es wohl die bestversteckteste Abfuhr an eine Frau war, die ich je gehört habe. Vielleicht doch nicht so dumm, der Kerl. Kann aber auch Zufall gewesen sein.

Wir warten weiter. Melle kommt mit den Pommes zurück. Rike hat inzwischen im 24/7 Spar so eine Art Vogelfutter gekauft. Meine Freundin greift in die Tüte, schaut den Fang kurz an und beißt dann zu. Erdnüsse sollte man entschalen, bevor man reinbeißt.

Es ist furchtbar, der Nüchternste zwischen einem Haufen betrunkener Weiber zu sein...

Im Chocolate gehen quasi die Lichter aus. Die Barhocker stehen schon alle auf den Tischen, die Fenster werden wieder eingebaut, die Kellner fegen den Boden, Alphaweibchen raucht inzwischen die 5. letzte Zigarette. Wir warten. Endlich bekommt sie ihren Kuss, was soll er auch machen, es ist ja keine andere mehr da, die er dort küssen könnte und wir können endlich gehen.

Wir geraten an den unfreundlichsten Taxifahrer, den Cala Ratjada zu bieten hat und steigen in ein anderes Taxi...

Freitag, 25. Juni 2010

Cala Ratjada ganz romantisch Teil 2

3. Tag
Auch das Frühstück schmeckt nach Knoblauch. Es ist bewölkt. (s.o.) Aber irgendwie heller. Wir gehen wieder an der Strandpromenade entlang, diesmal weiter. Ich hab ein San Miguel in der Hand.Wir kommen an der Tauchbasis vorbei und gehen weiter. Waren da auch schon wieder Geschäfte? Ich weiß es nicht mehr. Jedenfalls ist es Mittagszeit und wir überfallen eine Pizzeria mit mehreren Fernsehern. Welch ein Glück, sie zeigen Fußball. Kurzerhand zerstören wir den guten Ruf der anscheinend Edelpizzeria, indem wir mit den Fingern essen. Und das in der ersten Reihe. Selbst Schuld. Wir haben gesagt, wir wollen 3 Pizzen für sechs Leute. Wenn die keine Extrateller bringen... Als Zeitverteib dienten Knobelspiele, die auf den Tischen auslagen. Ich sollte sie später noch einmal finden.
Am Nachmittag liegen wir das erste mal am Strand. Es hat sich soweit aufgeklart und es ist wärmer geworden. Ich gehe sogar ins Wasser. Eigentlich nicht mein Ding, da so rumzuplanschen, aber wenn man schon mal da ist... Ich creme mich übrigens nicht ein. Meine Freundin macht auch keine Anstallten, mir den Rücken einzucremen. Als meine Schultern dann doch merklich wärmer werden, gebe ich einen Schuß Sonnencreme auf meine Schultern und verteile es unmotiviert. Am Abend habe ich krebsrote Waden, ebenso Teile der Brust und des Rückens. Nur meine Schultern sind weiß... Man sieht genau, wie ich einmal mit der Hand die Sonnenmilch vom Hals über die Schulter zum Oberarm "verteilt" habe. Jawoll. (Inzwischen sehe ich aus wie eine Kuh, überall scheckig)
Auf dem Weg zum Strand haben wir zwei Luftmatratzen gekauft. Die nutzen wir dann für eine kleine Seeschlacht. 3 Weiber versuchen mich zu kentern, es gelingt ihnen aber nicht. Ich trete trotzdem die Flucht an und nehme einen derben Hieb Salzwasser zu mir. Ich huste mir die Seele aus dem Leib und bekomme einen Würgreflex. Das Strandbier bleibt aber zum Glück drin. Samt dem Salzwasser. Gute Mischung. Elektrolytemangel ist ja bekanntlich der Feind des Trinkers...

Das Abendessen nähert sich und wir bewegen uns zurück ins Hotel. Wir verzichten auf die abendliche Animation, die heute aus einer 2 Personen Band besteht, ein Keyboarder und eine Sängerin, die von einem Bildschirm den Text abliest, stattdessen schnappen wir uns unsere Mischgetränke und setzen uns in die Bucht unterhalb des Hotels.


Dort werden noch ein paar GNTM-Fotos geschossen, während ich mit einem SM links und der Kamera rechts ein paar Fotos vom Shooting und der Gegend mache. Wir trinken bis zum Sonnenuntergang und die anderen lassen sich von den Mücken zerstechen. Mich erwischt keine. Ich bin halt ein Sonntagskind.




Wir beschließen, noch zwei bis drei Getränke im Chocolate zu uns zu nehmen. Ich habe schon Sodbrennen. Und die Mischgetränke schmecken immernoch nicht. Auf dem Weg kommen wir wieder bei DJ Jörg vorbei. Die Frau steht wieder auf der Tanzfläche. Wir gehen weiter.

Im Chocolate, nein, was für ein Zufall, die Männer von gestern sind auch wieder da und unsere Singles sind wir quasi los. Im Bolero hatten sie wohl noch eine andere Männertruppe kennen gelernt. Irgendwie hießen hier aber alle Jörg. Egal ob aus Bielefeld oder Bremen oder als DJ. Ich trinke mal Pernod Cola. Und dann stehen wir doch wieder alle an einem Tisch. Es bilden sich aber immernoch keine Männerfreundschaften. Irgendwann verließ der Angebetete unseres Alphaweibchens das Chocolate und warf ihr nur einen flüchtigen Kuss im Vorbeigehen zu. Damit war ihre Stimmung zerstört, war er doch der tollste Typ der Welt. Aber he! es gibt ja noch zillionen anderer Männer hier. Und der Menowin-Typ aus der Truppe, der gestern noch ein Idiot war, ist doch plötzlich ganz nett. Ich finde immernoch, dass er ein Idiot ist.

Fazit des Tages: Es gibt Frauen, die suchen in Cala Ratjada nach der Liebe ihres Lebens.

Es ist 3 Uhr, ich will nach Hause. TAXI!

Donnerstag, 24. Juni 2010

Cala Ratjada ganz romantisch

Montag Vormittag, wir kommen um 10 Uhr am Flughafen an. Großes Hallo, aber noch keiner da. Außer ein paar Leuten vorm Terminal, denen man ganz genau ihr Reiseziel ansehen konnte. z.B. eine Mädeltruppe mit einem Wortspiel-T-Shirt: "Malle Diven" Aha... Eine Herrentruppe mit (vorne): "Man muß auch mal NEIN sagen können." (hinten):"HiNEIN!" Aha...

Ah, endlich kommen die anderen 2. Es wird eine Flasche Prosecco geöffnet. Ja auch ich trinke das Zeug. Bier war keins zur Hand. Flasche leer. Erstmal ins Terminal um einzuchecken. Als Fuchs, der ich nun mal bin, habe ich den Online-Check-In gemacht. Kann ich nur jedem empfehlen. Man geht an den 3 Schlangen, die einmal von den Schaltern bis zur Mitte des Terminals reichen, vorbei, legt seinen zu Hause ausgedruckten Wisch auf den Tresen, legt seinen Koffer aufs Band und ist fertig ohne gewartet zu haben. Dann geht man erneut an den Schlangen vorbei, um sich die hasserfüllten Blicke der Mitreisenden abzuholen, damit man dann vor dem Terminal in Ruhe die 2. Flasche Prosecco leeren kann.Im Duty Free noch kurz Preise verglichen und dann endlich ein Bier ergattert und wie üblich so ziemlich zuletzt das Flugzeug betreten, den letzten Schluck Bier noch im Mund...

In der Maschine vernuschelt der Pilot die Ansage, ich spüre dann doch etwas Druck auf der Blase. Ja nun. Das werd ich wohl noch aushalten...
Alter, was macht der denn? Spart der Sprit oder was? Wie lange kann man denn brauchen, für die paar Kilometer Höhe? Ah, die Anschnallzeichen gehen aus. Noch eine Anstandsminute warten. Umdrehen und sehen, dass die Saftschubse schon mit ihrem Trolley den Gang versperrt. Unbezahlbar... OK, ich verkneife es mir weiter und hole mein Netbook aus der Tasche um Vittis Post 4228-1/4-Video anzuschauen. Meine Fresse, dafür, dass wir so langsam fliegen, sind die Triebwerke aber ganz schön laut. Ich sitze da mit meinem großen Kopfhörern und presse mir die Lautsprecher auf die Ohren. Meine Mitreisenden schämen sich schon für mich, weil ich aussehe wie ein DJ@work. Endlich ist der Trolley durch, ich gehe aufs Klo. Alter Schwede, die Dinger werden auch immer enger. Wer hier seinen Zugang zum Miles High Club schafft, der ist entweder Artist oder Zwerg.

Wir setzen zur Landung an. Und fliegen durch Wolken. WTF!?!
Kurz vorm Aufsetzen gibt der Pilot nochmal Vollgas. Ich glaube, der hat die Stewardes fliegen lassen und die hätte uns beinahe zu früh runter gebracht...
Wir kommen aus diesem absurd großen Terminal von Palma de Mallorca und der Himmel ist bedeckt. Wir sitzen im Bus und juckeln eine Stunde quer über die Insel. Beim 2. Hotel kann der Fahrer die Gepäckraumtür nicht mehr öffnen. Es beginnt zu regnen. Es regnet stärker. Es schüttet wie aus Eimern. Ich verfluche meine Mitreisenden und erkläre abermals, ohne deren Verständnis, dass mein 4wöchiger Urlaub eigentlich zum Fußballgucken gedacht war. Und nicht um im Regen vor irgendeinem Hotel im Bus zu sitzen, auf den Schlosser, Klempner oder was auch immer zu warten, während ich gerade Niederlande gegen Dänemark verpasse. Ich sehe Zustimmung in den Gesichtern anderer Männer, die "Malle Diven", die auch nach Ratjada wollen, kichern nur, sind vom Wetter aber auch nicht begeistert. Wir rollen weiter. Ohne die Gepäcktür geöffnet zu haben. Der Fahrer bringt den Gästen das Gepäck später vorbei, wenn er von der anderen Seite drankommt. Ole Ole! Natürlich sind wir das vorletzte Hotel auf der Tour, kennen inzwischen alle Nebenstraßen und sind 4 mal durch den Ortshauptkreisverkehr gekommen. Dabei liegt das Hotel weniger als 200 Meter davon entfernt. Hätte ich das gewußt... Ach nee, es hat ja stark geregnet...

Die 15 Meter vom Bus bis zum Hoteleingang reichen zum Durchweichen unserer Klamotten. Die Laune steigt.

Die Vorhut, die schon seit Samstag im Hotel ist, empfängt uns mit Gin Tonic und Wodka Lemon. Wenn schon außen nass, auch von innen schön feucht halten. Essenszeit. Alle rennen der Herde hinterher Richtung Futterplatz. Alter Schwede, dass die Spanier gerne mit Knoblauch kochen ist ja bekannt. Es reicht einem aber, wenn man das Gefühl bekommt, die Nachspeisen hätten auch eine Prise abbekommen. Wir lassen den Abend ruhig ausklingen und sind zu sechst im Hotelzimmer mit GT und Wodka Lemon und Fußball. Irgendwie schmeckt es nicht...

Verdammt, schon so viel Text und nichts ist passiert...

2. TagEs ist stark bewölkt. (s.o.) Wir ziehen los Richtung Touristenkrimskramspauschalurlaubersouveniermeile mit dem Umweg über die Strandpromenade. Ich kaufe mir im ersten Spar ein großes San Miguel mit 10Cent Aufschlag für die Kühlung. Mein persönliches Souvenier zum Sofortgebrauch. Es ist 11 Uhr.
Die 4 Frauen klappern jeden Laden ab. Ich sehe schon von außen, dass es in allen irgendwie das gleiche zu kaufen gibt. Nur die Anordnung der Auslage fällt gelegentlich anders aus. Ich brauche also nicht in die Läden und verzehre weiter mein SM. Gelegentlich sehe ich, wie mir mit dem Spruch "Das würde zu Dir passen." Strandtücher mit aufgedruckten nackten Frauen entgegengestreckt werden. Jaja. Ihr seid witzig. Macht hinne! Ich erfahre weiterhin, dass dort Dildos und Vibratoren mit Glitzersteinchen erhältlich sind. Die liegen wohl quasi neben dem Kinderspielzeug. Aha...Wir gehen (ich quäle mich) weiter. Am Bierbrunnen vorbei. Schöne Grüße von Bozzo!
Hey, Airhockey! Ich ziehe alle, die gegen mich antreten wollen, gnadenlos ab. So ein einfaches Spiel, wenn man lange Arme hat. Wir kommen am Chocolate vorbei. Ich hab schon ca. 4 weitere "Souveniers" gekauft. Wir kehren um und ich schaue in der Hotel/Poolbar Elfenbeinküste - Portugal. Der freundliche Kellner bringt mir ein Bier. Danach setze ich mich kurz an den leeren Pool. Die Sonne ist inzwischen etwas da. Dann kommt mir in den Sinn, dass das Hotel ja direkt am Meer liegt, verlasse den Pool und setze mich auf die Mauer oberhalb der Bucht. Da finden mich dann Melle und Jens, das andere Pärchen unserer Sechsertruppe, als ich gerade in Gedanken und Bier versunken vor mich hin starre. Wir gehen das kurze Stück zum Strand, ich halte meine Füße ins Wasser. Angenehm.

Das Essen ruft. Ich bin schon satt. Brasilien gegen Nordkorea steht an. Ich kann es einigermaßen in Ruhe anschauen. Dann beginnt die Animatöse mit BINGO! Ende vom Lied: Ich gewinne. Ich kann mich entscheiden zwischen einer Flasche Sekt und einem Liter Sangria. Ich muß den Sekt nehmen... Er schmeckt furchtbar. Das habt ihr nun davon...

Jetzt aber Hüh! Das Alphaweibchen will los! Wir landen bei DJ Jörg. Für mich quasi vom Regen in die Traufe. Er spielt die NDR1 Musik, die den Discofox als Rhythmus hat. Ich trinke Cuba Libre. Auf der Tanzfläche turnt eine Frau, die wir erst für schlecht gekleidet halten. Dann kommt ein Lied, bei dem meine Freundin und die anderen Mädels tanzen wollen und sie stellen fest, dass die Frau nicht grau und schwarz angezogen ist, sondern nur grau mit stark verschwitztem Rücken. Mein Cuba Libre gibt Pfötchen...
Wir ziehen weiter ins Chocolate. Wir stehen/sitzen dort an einem Stehtisch und schauen uns die Leute an. Die 2 Singlefrauen beginnen irgendwann zu nörgeln, dass sie mit uns am Tisch ja eh nicht angesprochen werden. Für mich das geringste Problem. Ich schnappe mir wortlos mein Getränk und stelle mich zwei Tische weiter. Jens kommt mit rüber. Von dort kann man die Leute ebenfalls beobachten. Nach 5 Minuten werden unsere Frauen angequatscht. Zum Ärger der beiden Singles aber meine Freundin. Jaja, sie ist halt unser Sonnenschein und lächelt immer. Jens wird langsam unruhig, als aus einem Kundschafter schnell mehrere Männer werden. Ich finde meinen Beobachtungsposten toll und mache mir keine Sorgen. Irgendwann meinten sie dann, dass wir doch endlich wieder rüber kommen sollten. Ach Menno! Wir wurden den Männern, die sich inzwischen am Tisch eingenistet hatten, vorgestellt. Es entstanden keine Männerfreundschaften.
Jens und Melle zogen dann auch irgendwann Richtung Hotel ab. Meine Freundin zerrte mich um 3 aus dem Laden. Die Singlefrauen waren gebauchpinselt und bleiben noch. Es sollte 6 Uhr werden, bis sie aus dem Bolero den Weg nach hause fanden. Tanja wollte laufen, ich zeigte ihr, dass es auf Malle auch Taxen gibt...

Wollt Ihr wirklich mehr davon?

Freitag, 11. Juni 2010

Laduma heißt Tooor!

Nur noch wenige Stunden bis zum Beginn der Fußballweltmeisterschaft 2010.
Noch weniger Stunden bis zu meinem dazugehörigen Urlaub.

Apropos Urlaub... Ein Video steht ja immernoch aus. Das mit der Spannung und der Klärung der vielen Xs. Ich denke nicht, dass ich während der WM, und schon gar nicht während des Zwangsaufenthalts in Cala Ratjada nächste Woche, in der Lage sein werde, ein kompliziertes Video zu drehen. Das Filmchen wird also noch auf sich warten lassen. Deshalb gibt es hier jetzt ein Bild des Objekts, um entweder die Spannung noch etwas aufrecht zu erhalten, oder um die Lösung rausfinden zu können.

Voila:
XXX

Und damit das fehlende Video nicht so auffällt, gibt es ein anderes Video.
Meinen Anti Tilt Bereich auf dem eigenen Balkon.

Ihr könntet es auch als Bildschirmschoner verwenden...

Eigentlich brauch ich das Video erstmal für mich selbst:
Wie oben erwähnt, werde ich für 6 Tage nach Cala Ratjada verschleppt. Wie es dort zugeht, könnt Ihr ja hier in Bozzos Tripreport nochmal nachlesen. Eigentlich wollte ich doch nur Fußball schauen, ab und zu ein Bier trinken, rumgammeln und einfach auch mal nichts machen... Jetzt muß ich mit 4 Frauen (als wenn die eine zu Hause nicht genügen würde) und einem weiteren armen Tropf in einen Flieger steigen, näher an den Äquator fliegen, was größere Hitze bedeutet, über eine mir völlig unbekannte Insel juckeln (ich war im Mittelmeer bisher nur auf Ibiza, was mir von der Größe völlig genügt) um dann im Kindergarten des 17. Bundeslandes zu sitzen...

Als Strafe für die Gruppe habe ich mir folgendes Ziel ausgedacht: Es muß einen Abend/eine Nacht geben, an den/die sich am folgenden Morgen niemand mehr erinnern kann. Ich hasse es nämlich, wenn ich mal wieder einen Filmriss habe und mir dann am nächsten Tag von links und von rechts erzählt wird, was ich noch alles gemacht, gesagt und getrunken habe...
Allerdings habe ich keinen blassen Schimmer, wie ich das mit 4 Weibern im Schlepptau anstellen soll...

Pokerrelevantes gibt es diesen Monat bisher nicht. Die 20 Hände, die ich im Juni gespielt habe, sind schon mit im Monatsrückblick Mai und dem dazugehörigen Jahresgraphen verwurstet worden.

bwin hat mir $6 geschenkt, lässt sie mich aber nicht auscashen. Und mir fiel gerade ein, dass ich da doch noch einen Brief bekommen habe, in dem irgendwas von $5 steht. Wenn ich die auch noch bekommen würde, hätte ich schon $11. Da ich aber keine Lust habe, dort mit 2,75 Stacks 5handed NL4 zu spielen, werde ich das Geld wohl für Sportwetten nutzen. Bozzo ist ja auch gerade im Thema. Also habe ich mal im Sportwettenbereich von bwin geschaut, was es da so gibt. Es gibt ja nichts, worauf man bei einem einzelnen Spiel nicht wetten kann. Alleine 277 verschiedene Wetten für Deutschland gegen Australien... Meine Lieblingswette:

Ist die Rückennummer des 1. Torschützen gerade oder ungerade (fällt kein Tor,gewinnt gerade)?
Ungerade 1.80 - Gerade 1.90

dicht gefolgt von:

Scorecast (1. Torschütze/exaktes Ergebnis)
Per Mertesacker (GER)/1:4 - 7179.00

Ich glaube, ich muß erstmal von jeder Mannschaft ein Spiel gesehen habe, bevor ich da was (ver)wette. Ist zwar geschenktes Geld, aber sinnlos verballern muß man es ja auch nicht. Das macht man nur mit geschenktem Geld von PartyPoker...

Edit: Mist, die $5 bekomme ich nicht auch noch... Geizkragen...

Freitag, 14. Mai 2010

Vatertag 2010

Bollerwagen mit suboptimaler Füllung. Ein paar Sachen wurden noch ausgetauscht, wie man auf dem Bild nachlesen kann. Die blaue Folie war eigentlich dafür gedacht, dass wir den Wagen mit Eis zur Kühlung der Getränke auffüllen würden. Die gestrigen Temperaturen machten dies allerdings überflüssig.

3 Bacardi-Cola später mußte sich meine Freundin schon hinsetzen. Das Wasser, das man ihr zur "Besserung" angeboten hatte, steht vor meinem linken Fuß. Sie wollte lieber mit Bacardi-Cola weitermachen...

Insgesamt wurde der Bollerwagen für gut befunden. Sogar ein Fotograf der lokalen Szenezeitung (Schädelspalter) hat von uns ein Foto gemacht. Mal sehen, ob es veröffentlicht wird.

Jetzt geht's loooooos !!

So. Tasche ist gepackt. 4 Kisten Bier sind ebenfalls verstaut.
Gleich noch zur Bank und ein bißchen Pulver holen. Dann steht einem ereignisreichen Wochenende nichts mehr im Wege.
So wie's die letzten Tage beim NL5 grinden lief wird mit diese Abwechslung sicher gut tun.
Denn obwohl ich massenweise in miese Setups gerannt bin und es die letzten 15 k Hände eher bergab ging, konnte ich den Tischen irgendwie nicht fern bleiben. Jetzt also 2-tägige Zwangspause :-)
Und am Sonntag werde ich dann mal meiner Neuerwerbung - "The Poker Mindset" widmen.
Das bringt mich dann hoffentlich wieder auf Kurs.

Leider ist dann am Sonntag auch mein Urlaub beendet. *schnief* Hab' mich gerade dran gewöhnt.

So. Trip-Report flgt dann eventuell noch am Sonntag.

c u

Dienstag, 25. August 2009

Poker mal Poker sein lassen...

Blaue Stunde Warum zu Hause vorm PC hocken und Suckouts kassieren, wenn man so einen Ausblick vom Biergarten hat?
Andererseits könnte man auch so lange grinden, bis man sich das Haus leisten kann, dass den gleichen Ausblick hat...

Montag, 9. März 2009

Von Festplatten, Antivirus und Rechtschreibreform...

So, wieder ziemlich ruhig hier geworden, in den letzten Tagen. Nur Hans hat mal vorbeigeschaut und in den Comments einen Gehirnpups abgelassen.
Hier seht Ihr Hans


Leider ist Hans auch nicht der Erfinder des tiefen Tellers, so dass sein Pups nicht mal richtig gestunken hat...

Ich bitte weitere Nachahmer von Hans, dass sie ihre "Gedanken" für sich behalten. Wenn Ihr Aufmerksamkeit braucht, dann lasst Euch bei IKEA ausrufen...



"Kevin-Jürgen möchte jetzt von seinen Eltern aus dem Smaland abgeholt werden!"

Pokertechnisch ist es diesen Monat bisher so gekommen, wie ich es mir gedacht habe:
0 Hände
Wenn man mal von ein paar DoN-SnG-Händen absieht, die ich während der anstrengenden Zeit auf der CeBIT für einen Kollegen gespielt habe, der zwischendurch mal für technisch inkompetente Kollegen einen Drucker zum Drucken bringen oder gesperrte Accounts wieder entsperren mußte. So Adminzeug halt. Lustigerweise habe ich es dann in den paar Händen geschafft, seinen Stack jeweils annähernd zu verdoppeln, so dass er easy ITM kam.
Naja, 1$-DoNs...

Am Mittwoch Abend hatten wir es dann mit Hilfe von Kaspersky-Antivirus-Freibier geschafft, unsere Festplatten komplett zu löschen. Ich habe einen Filmriss für diesen Abend, der sich über mehrere Stunden und einige getroffene Bekannte hinwegzieht. Zum Glück konnten diese dann meinen "Weg" für mich rekonstruieren.

So pokerlos wird es wahrscheinlich auch noch bis zum Ende des Monats bleiben. Der Umzug und das Drumherum nimmt mich halt sehr in Anspruch, da ich im Prinzip zwei Haushalte zusammenführen muß und meine Freundin unheimlich entscheidungsfreudig ist...

Dienstag, 3. Februar 2009

Spielbank Hannover: Tripreport und Eindrücke

Am Sonntag war ich mit dem Freund einer Arbeitskollegin meiner Freundin in der Spielbank von Hannover zum sonntäglichen Rookie-Turnier verabredet.
Das Turnier kostet 50 Euro + 6 Euro für Fee und Onlinereservierungsgebühr.
Der Startstack beträgt 1500 Chips, die ersten Blinds sind 40/20 und die Stufen dauern jeweils 30 Minuten. Von der Struktur her also ganz angenehm. Mit 40 Teilnehmern war das Turnier ausverkauft.

Der erste Dealer war gut drauf und recht locker:"Ich sehe hier viele neue Gesichter. Wenn sie sich unsicher sind, dann fragen sie vorher. Nicht erst machen und dann fragen. Dann ärgere ich mich und dann ärgern sie sich."
Ich fragte dann gleich, ob Raises angekündigt werden müssen. Nein, wenn deutlich zu erkennen sei, dass es sich um ein Raise handelt. OK, drei Hände später gab es schon den ersten Trottel, der es nicht gerafft hat...

Zum Spiel: 2. Hand am Tisch, ich finde in UTG KQo und teste mal das Wasser. 3BBRaise und 4 Leute callen Der Flop kommt mit ATXr, ich checke nur, 3 nach mir ebenso, der BU setzt 100. Dreck, denke ich. Bei 4 Callern hat sicher einer ein A, mit meinem Gutshot stehe ich doof da, also folde ich. So war es dann auch, der BU zeigt beim Showdown AX, mein Nachbar KJo. Aha, da war also eines meiner Outs, von denen aber eh keins kam.

Allgemein wurde viel gelimpt und auf Raises gefoldet. Irgendwie dumm. Mit AKs in UTG habe ich dann wieder standardmäßig geraist, alle foldeten.

Irgendwann hatte ich mal in früher Position ATo. Im Nachhinein hätte ich es ruhig mal limpen sollen, denn der Flop brachte eine T und der Gewinner der Hand zeigte beim Showdown KTo, er saß allerdings im CO oder BU.

So saß ich irgendwann da und die Blinds nagten an meinem Stack. Ich bekam nichts auf die Hand was ich sonst mal hätte limpen wollen und raisen schon gar nicht. Neben mir war ein Fish, dessen Stack stetig auf und ab ging. Meistens kurz auf, dann schnell wieder bergab, weil er viel zu viel limp/call spielte. So hatte ich also keine Möglichkeit mal einen Blindsteal zu versuchen, da ich immer mit einem Push von ihm rechnen mußte.

Irgendwann bekomme ich A6s in UTG und raise mit meinem Reststack von 900 auf 600 (Blinds bei 200/100) Hä, 600, Rest 300? Wohl nicht ganz in der Welt... Nun gut, durch mein Image am Tisch foldete jeder und hielt die 300 behind wohl für einen tricky move mit AA

Dann noch eine Hand, die mich etwas beschäftigt hat: T9s im BB. Ein Spieler mit vielen Chips, der für mich ein solides Image hatte, raist in MP1 auf 600 (Blinds noch bei 200/100). Alle folden. Ich bin immernoch mit 1000 am Tisch. Calle ich, habe ich 400 behind, pushe ich, callt er eh. Also folde ich.

Dann das Aus für mich. Wieder in UTG, wieder ein Ass (Asse kamen bei mir irgendwie immer nur in EP, aber dann, bis auf AKs, als Babyasse) diesmal mit der 7 und offsuited. Die Blinds inzwischen bei 400/200. Ich pushe mit den verbliebenen 900 und der BB neben mir, die Chipleaderin am Tisch (die eigentlich schon draußen war, weil ihr die Chips ausgingen, aber sie gewann mit K2o gegen JJ und ab da ging es stetig bergauf für sie) callt und dreht J7o um.
Yay! Ich dominiere sie sogar! Aber der Flop bringt schon den J und keine Hilfe mehr für mich.

Der Kollege lag die ganze Zeit gut im Rennen. Hatte immer gut Chips vor sich liegen. Er spielt hauptsächlich SnGs auf FullTilt. Er schaffte es bis an den Finale Table. Und dort passierte dann das folgende. Noch 7 Spieler. 5 werden bezahlt.
Mein (Un)Bekannter findet Asse und geht all in, der Spieler rechts neben ihm findet die Damen. Er hat die meisten Chips von allen beteiligten. Die Frau noch einen Platz weiter rechts, die mich gebustet hat, findet auch irgendetwas, womit sie spielen wollte. Sie hat mehr Chips als mein Bekannter. Ein weiterer Spieler hat eh nur noch einen halben BB vor sich liegen, den er, meiner Erinnerung nach eh als nächsten SB hätte setzen müssen, und callt auch. Er hat 85 oder 74 oder so etwas.

Das ganze geht so aus: Die Damen treffen das Set, die Frau pusht, das Damenset instafistpumpsnappcallt. Der Spieler mit den meisten Chips gewinnt also die Hand.

Nun das kuriose: Die Frage kommt auf, wer nun 5. geworden ist. Alle labern rein. Zum Glück meines Mitspielers. So wurde dann behauptet, da die Asse die Hand der Frau schlagen, sei er nun 5. Glückwunsch! Man gut, dass die alle keine Ahnung hatten, inklusive Floorman.

Zur Erinnerung: Wer wird wievielter bei mehreren All Ins

Nun gut, uns soll es nicht stören, da er und ich vorher einen "Share" vereinbart hatten: Sollte einer ins Geld kommen und der andere nicht, so bezahlt der Gewinner dem anderen das Eintrittsgeld zurück. So war es abgesprochen und so wurde es eingehalten.

Hätte ich also nach meinem Ausscheiden nicht noch 8 SanMiguels getrunken, so wäre ich fast ohne große Verluste aus dem Casino gekommen

Es hat uns jedenfalls so viel Spaß gemacht, dass wir das auf jeden Fall wiederholen wollen.

Soweit zum Turnier und dessen Verlauf.

Nachdem der erste Tisch aufgelöst wurde, startete ein 2/4 No Limit Holdem CashGame Tisch. Dort schaute ich dann nach meinem Ausscheiden ein paar mal über die Schultern. Meine Güte, sind die Leute fishig. Das war mehr so NL2 Niveau. Aber das konnte ich ja schon mehrfach in Threads lesen, dass es sich so verhält. Und es waren sehr viele junge Spieler. Bei manchen wunderte ich mich, dass sie schon mitspielen durften, bzw. überhaupt ins Casino rein durften. Oder ich werde einfach langsam verdammt alt...

Eine Beispielhand: 10 Mann am Tisch, viele Limper. Dann ein Raise vom BU auf 15 oder 16. Der SB minreraist, BB foldet, einer in MP callt, BU callt.
Flop ist QTX zweifarbig.
SB checkt, MP setzt ca 30, BU foldet, SB callt.
Turnkarte bringt keinen Flush, MP pusht, SB überlegt kurz und callt, was für ihn All in bedeutet.
River ist auch uninteressant, weil eh nichts mehr passieren kann.
MP zeigt T7o! Er callt ein Raise und ein (min)Reraise mit T7o in MP! Glückwunsch.
Aber nicht zum Gewinn, denn der SB deckt AQo auf und hat damit das bessere Paar.

Sieht also sehr beatable aus, die ganze Sache...

Was mich allerdings etwas gestört hat, dass sich anscheinend viele der Spieler kannten. Eigentlich nicht schlimm, aber die meisten davon sprachen eine andere Sprache und das finde ich widerum nicht so gut. Wer weiß, was die sich da erzählen und die Dealer sind auch nicht eingeschritten.

Alles in allem also ein ganz netter Nachmittag bis Abend.

Montag, 5. Januar 2009

whats going on?

Ole Ole, erster Arbeitstag, bozzo geht schon schlecht gelaunt dank frühem aufstehen aus dem Haus - und versinkt im Schnee. Was zum...? Also erstmal Schnee scheppen, 20 Minuten schweißtreibende Arbeit. Danach mit dem Auto 40 Minuten fahren anstatt 20. Dann fährt keine Straßenbahn, also 15min zu Fuß ins Büro laufen und ich sage euch, zu Fuß ist deutlich gefährlicher als mit dem Auto, fast nirgendwo war gestreut auf dem Gehweg bzw. Schnee weggescheppt. Da lobe ich mir den Schnee aus Südamerika, da ist den Leuten der Winterschnee irgendwann zu blöde geworden und haben deshalb künstlich ihren eigenen Schnee hergestellt. Da wird man dann nicht mehr in Form von einem Ball getroffen sondern in Form von Pulver. Der bringt dann auch gleich ganz andere Freuden mit sich als unser hiesiger Schnee.

Ansonsten bin ich ganz formidabel in das neue Jahr gerutscht. Ich war in Köln bei einer Freundin und ihrem Freund zu einer Party eingeladen. Im 24. Stock eines Hochhauses samt Balkon. Entsprechend beeindruckend war auch die Aussicht als um 00:00 diverse ausländische Feuerwerkskörper in die Luft gesprengt wurden. Wir haben ne ganze Soundanlage incl. zwei großen Boxen, Mischpult und Beleuchtung in die 50qm Wohnung geschleppt, was der Pförtner schon beim ins Haus tragen relativ skeptisch beäugte und darum bat doch bitte das Haus stehen zu lassen. Ich war gut drauf, was nicht zu letzt an dem Kasten Berliner Pilsener lag den ich mitgebracht hatte. Ich musste nur mal kurzzeitig verbranntes Chilli auskotzen. Chilli Amateur Köche die, Gott war das Zeug ekelig. Gegen 07:00 versuchte ich dann nen paar Stunden sitzend auf einem Sofa zu pennen, was aber nicht ganz geklappt hat. Also haben wir schlaflosen Schabernack mit den schlafenden getrieben. Das Highlight war als Bundeswehr Daniel sich relativ unglücklich schlafend auf dem Boden räkelte und seine Klötze unter dem Boxershort heraushingen. Die wurden dann kurzerhand gar lustig anzuschauend von uns bemalt. Ab 10:00 waren wieder alle wach und die Anlage wurde nochmal ordentlich aufgedreht, woraufhin sich dann das erste Mal überhaupt die Nachbarn beschwert haben. Respekt das sie überhaupt so lange durchgehalten haben. Gegen 14:00 war meine Mitfahrgelegenheit endlich soweit ausgenüchtert, so dass wir die Heimfahrt antreten konnten. Zu Hause angekommen habe ich dann glatt noch ne Pokersession gespielt, ehe ich ca. 15 Stunden gepennt habe.

Nun aber zum Poker. Meine Party Poker Odysee hat nun seit Samstag endgültig ihr Ende genommen und zwar doch noch ein gutes. Der komplette $500 Bonus ist mir jetzt zu eigen, zzgl. $75 Rakeback und $150 Profit. Das hätte ich bei weitem nicht gedacht, so sehr wie ich im Minus stand, aber 6max war derart fischig, so dass ich meine ganzen Verluste nach dem üblen Down bei FR als auch zuerst auf 6max innerhalb einer Woche negieren konnte. So viel wie in den letzten zwei Wochen habe ich allerdings bisher auch noch nicht gespielt. Sobald die Strategypoints seit dem 02.01 endlich kommen, bin ich auch ein paar Tage Platinmember auf Pokerstrategy, was ich dazu nutzen werde die Artikel in der entsprechenden Sektion mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Einige wie beispielsweise über Floats, lighte pf 3bets und squeezeplay sollten mir sicherlich helfen mein Spiel dahingehend optimieren zu können.

Jetzt habe ich jedenfalls meine ganze Kohle von Party zu Stars geshipped und starte dort mit 38 Buy Ins auf NL50 FR sowie dem $150 Reload Bonus. Meine BR sollte mir die nötige Sicherheit geben mich auf NL50 nun endlich festbeißen zu können. Diesen Monat habe ich noch keine festen Ziele, kein Verlust wäre schon ok genug als quasie Eingewöhnungsphase auf dem neuen Limit. Den Goldstar auf Stars strebe ich auch erst im nächsten Monat an, der sollte dann aber locker drin sein. Ansonsten habe ich bisher glaube ich so 3k Hände auf NL50 break even gespielt, muss mich aber erstmal wieder etwas an FR gewöhnen. Sh spielt man schon deutlich aggressiver und natürlich looser, da muss ich mich noch zügeln.

Meine Ziele für dieses Jahr sind Winning Player auf NL50 zu werden, sowie auf NL100 aufzusteigen und es auch zu schlagen. Genaue Zeiträume habe ich mir dafür nicht gesetzt, wer weiss schon was so kommt, aber ich denke das ganze ich doch realistisch.

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Netter Start in den Monat

Ich bin etwa 30 Buy-Ins vorne, meine Bankroll erreicht neue Höchststände, die Ice Tigers sind vorerst gerettet und spielen aktuell tolles Eishockey, ich hab bald Geburtstag und Weihnachten ist auch bald. Hurra!

Also mal der Reihe nach:

-Hollywoodpoker: Läuft alles super. Hin und wieder sucke ich sogar übel aus und momentan laufe ich etwas über dem, was normal ist. Zumindest werden die 60%-ROI-Sessions nicht von Dauer sein, fürchte ich. Aber egal, Heulposts kann ich immer noch schreiben.
Gestern mal wieder ein lustiger Spot an der Bubble: Ich hab ungefähr 7000 Chips und bin im SB, der zweitgrößte Stack sitzt im BB und hat ca. 4000 Chips. Blinds waren 150/300. Die Shortys folden zu mir, ich pushe irgendeine craphand und er callt mit AKo. Nachdem ich seine Chips bekommen habe, flamet er noch eine halbe Stunde lang rum, was ich für ein Vollhonk wäre. Ich mag solche Leute sehr :)

-Pokerstars: Intellipoker lobt 500 FPP für 15 Fragen zu SnGs aus. Klare Sache, die hole ich mir. Vielleicht ist Hollywood mal kurz offline, da ist eine zweite Bankroll immer gut.
Über 210FPP-Satellites und zwei 5+.25-SnGs (NLHE Heads-Up, 10 Minuten Blindlevel) bin ich jetzt bei 20$. Keine Ahnung, was ich damit mache. Wahrscheinlich schaue ich mir erstmal das MTT-Quiz von Intelli an, wird ja auch zu schaffen sein.

-Und sonst: Whiskey ist mal wieder zu mir unterwegs. Eine Flasche Balvenie Portwood (21 Jahre) und ein 12 Jahre alter Macallan Fine Oak. Den zweiten kann ich weiterempfehlen - ist auch nicht so teuer - den Balvenie kenne ich noch nicht. Ist auch etwas teurer.

Mein geliebter Dauerpleiteklub Nürnberg Ice Tigers ist erstmal gerettet. Und seitdem der Insolvenzverwalter da ist, spielen sie auch wieder gut. 6 der 7 Spiele seit Insolvenzanmledung wurden gewonnen und das teilweise sehr schön. Außerdem werde ich am 11.1. mal mit einer kleinen VIP-Loge mein Wiegenfest nachfeiern und somit indirekt noch ein paar Euro spenden :)

Jetzt fehlt eigentlich nur noch etwas Schnee und das Leben ist toll.
Achja, Schlaf fehlt mir auch etwas. Aber das werde ich mal ändern

Gute Nacht!
Senfgnu

Freitag, 21. November 2008

Von Nits und Shorties

Nach einer knappen Woche auf Party Poker nun ein erstes Resümee: Es gibt zu wenig Fullring Tische auf NL25, dafür aber ziemlich viele SH Tische. Ob diesem geringen Fullring Angebot lässt sich eine adäquate Tableselection nur schwerlich bewerkstelligen, wobei man wenigstens trotzdem noch so seine Tische mit einem allgemeinen VPIP höher als 24 findet. Der Großteil der Spieler besteht aus ziemlichen Nits und vielen Shortstacklern. Ich vermute einmal die Spieler kommen fast alle von pokerstrategy, denn die Hälfte der Villains an meinen Tischen ist meißtens direkt aus good old Germany. Das ganze ist also das reinste Bluff, Steal und Resteal Paradies. Meine preflop Steal Werte haben konstant den hübschen Wert von 25-30, was FR schon viel ist auf dem Limit. Die Gegner contibetten wie blöde, lassen sich mit einem float aber easy am Turn meißtens aus der Hand bringen.

Alles in allem sind mir aber die üblichen 25/10, 30/15 - 50/20 Donks die ich vermehrt von Stars kenne etwas lieber. Aber vereinzelt findet man diese Exemplare natürlich auch auf Party. Zu dieser Gruppe gehören viele Skandinavier, die sich in meiner persönlichen Länderrangliste mittlerweile direkt auf eine Stufe mit den Franzosen gestellt haben. Damit tue ich den Kollegen zwar vermutlich etwas unrecht, zumal ja das WSOP Mainevent in den Norden ging, dazu Glückwunsch, aber ich vermute und hoffe stark das gerade dies viele neue Fische aus diesen Ländern angezogen hat.

Bisher bin ich ziemlich genau solide 4 Stacks auf Party up, das ganze auf ca. 3k Hände. Da ich froh bin überhaupt wieder Profit zu machen, will ich mich auch gar nicht darüber beschweren, zumal ich bisher von all zu großten Bad Beats verschont geblieben bin, allerdings spielt sich das ganze durch diese enorm tighten Gegner etwas zäh. Ich spiele auch mit der Überlegung während meiner Zeit auf Party vielleicht mal auf sh zu wechseln, einfach weil die Tischauswahl besser ist. Aber darüber muss ich mir noch ein paar Gedanken machen.

Ansonsten wird heute Abend mit meinem besten Kollegen irgendeine Bar aufgesucht in der Premiere zur Verfügung steht, so dass wir das Bundesliga Freitagsspiel zwischen dem BVB und Karlsruhe sehen können. Morgen steht dann wieder unsere allmonatliche Kneipentour auf dem Plan. Nachdem wir ja das letzte Mal unter schweren Verlusten unseren Rekord auf sieben Kneipen ausbauen konnten, bin ich gespannt was diesmal passiert. Jedenfalls werde ich mir nicht mehr in jedem Laden neben dem Bier auch einen Jägermeister reinzwitschern. Das war absolut tödlich.

Manchmal kommt es mir vor als wäre eine Kneipe einfach nur eine Anstalt, in die Leute kommen mit dem gleichen Ziel: Bier trinken und Mädels aufreißen. Da man dann jedoch größtenteils nur auf geschiedene Ehemänner trifft, die Kopf nach vorne auf dem Tresen ihren Scotch trinken, auf Alkoholiker gehobener Klasse die es sich leisten können auswärts Bier zu trinken und dabei den ersteren bei ihren Bemitleidbekundungen zuhören, sowie Jugendliche die ihr Taschengeld für zwei Bier ausgeben und ansonsten den ganzen Abend nur unnötig Platz in Beschlag nehmen, muss sich unsereins also gnadenlos betrinken, bis einer der (seltenen) weiblichen Besucher unserem Schönheitsideal entspricht. Das kann manchmal ganz schön dauern und Frauen/Mädchen/Weibliche Rentner sind nur selten schön genug um einen Alkoholtod zu vermeiden. Was ja dann quasie ein demographischer Wandel ist. Jedenfalls wollte ich eigentlich darauf hinaus, dass man in solche Bars wenig anders machen kann als sich gepflegt mit seinen geschätzten Begleitern einen hinter die Binde zu kippen. Vielleicht sind wir aber auch einfach zu phantasielos, wobei ich bezweifeln möchte, dass Phantasie sonderlich viel in einer Bar zu suchen hat. Außer natürlich ab dem Punkt wo man denkt die Schabracke da vorne am Tisch sieht akzeptabel aus, weil man schon 10 Bier intus hat. Ich höre lieber auf bevor ich mich um Kopf und Kragen schreibe.

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Na also

Nach 30 Buy-Ins abwärts läuft es seit Freitag wieder. Zwar noch nicht so gut wie vorher (ich hab noch keins gewonnen, da mich der River nicht sehr mag), aber ich hab eine ITM-Rate von 50%, bin leicht im Plus und werde den Aufstieg auf VIP-Level 4 knapp verpassen. Das ist aber sowieso nur temporär, denn ab Samstag kann ich wieder einen Bonus holen, ab Montag mehr spielen, da Eishockey für zwei Wochen wegfällt und somit dafür sorgen, dass der Graph wieder richtig nach oben geht.

Was habe ich also gelernt:
-Achte darauf, immer mit Boni zu spielen, dann nervt der Downswing nicht so arg !
-Mach eine Pause und geh was trinken!
-Schau dir an, ob du auch Fehler gemacht hast [Mein ICM-Spiel ging bspw. am Ende etwas den Bach runter]

Und eben noch eine Getränkeempfehlung: Bushmills 16yrs Three Woods. Ein wahrlich exzellentes Getränk!

Montag, 27. Oktober 2008

existenzphilosophisches Geschmiere und WE Report

Zu aller erst: Ich hasse den heutigen Montag schon jetzt!

Kurz nach sieben heute morgen, ich gerade aus der Dusche raus und angezogen, klingelt es sturm an der Haustür. Ich hin, welcher Penner wagt es mich um diese Zeit zu stören? Lieferservice für Dachpfannen - wtf? Riesen Laster vor dem Haus, kein Platz zum Parken frei, da niemand uns bescheid gesagt hat. Geil! Ich also sämtliche Autoschlüssel im Haus eingesammelt weil alle noch am pennen oder noch nicht fertig waren und will die Autos umstellen. Leider blockierte dieser ca. 12 Meter lange Laster die Straße und vor und hinter ihm warteten genervte Autofahrer die vorbei wollten. Ich manövriere also die Autos zu 3/4 über Bordsteine incl. Gehwege und parke irgendwo in der Nachbarschafft vorrübergehend andere Autos zu. Die Dachdecker hätten ihn für sieben Uhr bestellt berichtet mir der ebenso wie ich genervte Lasterfahrer, natürlich sind keine Dachdecker da, die kommen ja erst immer so gegen acht Uhr. Wir entdecken unseren gemeinsamen Hass gegenüber den ganzen Vollidioten und rauchen eine zusammen. Ende vom Lied: Kein Frühstück, keine Tageszeitung gelesen, noch nichtmal meinen heiligen Sportteil, keinen Kaffee getrunken und den Zug verpasst. Perfekter Start.

Pokertechnisch lief es am Wochenende ganz ok. Wie eigentlich fast jedes Wochenende. Meine Verluste fahre ich größtenteils ja meißtens unter der Woche ein. Ich bin am überlegen ob ich nicht nur noch am Wochenende spielen soll. Mein Alltime Graph verrät mir nämlich das ich bisher Dienstags, Mittwochs, Donnerstags und Freitags im Minus stehe und meine ganzen Gewinne nur von Samstags, Sonntags und Montags herrühren. Das ist schon arg verdächtig. Ich habe keine Ahnung wie ich dem begegnen soll. Das macht mich zumindest etwas fertig.
Meine Omaha Expidition verläuft ganz zufriedenstellend. Bisher 507 Hände und 1 1/2 Stacks up. Ich spiele jetzt PLO sh und bekomme da genug Action damit mir bei weiterhin zwei Tischen nicht zu langweilig wird. NL Holdem bin ich über das Wochenende zwei Stacks up gekommen. Hätte wie immer mehr sein können wenn einige hässliche Spots nicht dabei gewesen wären. Ich bin diesen Monat leider immernoch irgendwas mit $300 im Minus und irgendwie sehe ich da auch keine großen Verbesserung. Der nächste Up kommt aber bestimmt.

Aus reiner Langeweile habe ich mich mal hingesetzt und einen Report über mein weiteres Leben am vergangenen Wochenende im Zeitraffer verfasst, 'tschuldigung für die Länge.

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Freitag Abend

17:30 Feierabend. Ich fahre vor mein Haus, beschlagnahme schief meinen mir angestammten Parkplatz, recke die Hände in die Luft und rufe "Wochenende!". Die Nachbarin die, so vermute ich langsam, 24/7 in ihrem Vorgarten werkelt kennt das Ritual schon und wünscht mir viel Spass beim Feiern. Danke Frau B.!

17:35 Instant Wochenendbierchen, gut gekühlt, so mag ich es.

17:40 Ich verrichte mein Geschäft auf der Toilette, gute Konsistenz, das verspricht ein hervorragendes Wochenende zu werden.

17:45 Zweites Bierchen.

18:00 Ich begebe mich an den PC, starte meinen Messanger und schaue wer von meinen Kollegen online ist um für heute Abend zu planen. Keiner ist online, ich habe keine Lust herum zu telefonieren und schicke meinem best homes Stefan (wir kennen uns seit 20 Jahren, Kindergarten also) einfach eine SMS das ich um 20:00 bei ihm auf der Matte stehen werde.

20:00 Die Türklingel wird bis zum Anschlag malträtiert damit Stefan auch ja mitbekommt das ich da bin. Ich erstürme die Treppe zur 2. Etage und man begrüßt sich freudig, seine Freundin Sabrina etwas weniger freudig. Stefan und mir ist bewußt das nun endlich wieder das Leben nach einer Woche schuften los geht. Wir nehmen uns ein Bier, hauen uns auf die Couch und besprechen was der Abend noch bringt.

20:15 Wir beschließen zu einem Konzert Contest dreier Bands in der City zu gehen. In einer von den Bands spielen ein paar Bekannte die wir unterstützen möchten. Sabrina kommt auch mit. Juhu.

20:30 Wir kommen am Zielpunkt an und sehen haufenweise 16-18 jähriger Metalheads und komische mit Netzstrümpfen bekleidete Mädchen. Haben wir uns in der Adresse getäuscht? Nein haben wir nicht, wir sehen schon unsere Bekannten welche die Meute gleichermaßen kritisch beäugen.

20:32 Wie begrüßen die Anwesenden Justus (der Ex meiner Sis), Monte, Julian, Schweizer samt unbekannter Freundin und weitere eher weniger bekannte Nichtfreaks und bahnen uns einen Weg durch rülpsende langhaarige Nerds zur Bar.

20:40 Endlich drin und ein Bier in der Hand. Ein Euro für ein Astra Pils, ganz ok, allerdings darf ich nicht zuviel trinken da das hamburgsche Astra Bier dafür bekannt ist bei übermäßigem Konsum einen netter Kater zu produzieren. Kopfschußbier halt.

20:50 Wir spielen eine Runde Kicker. Ich muss mit Justus zusammen gegen Stefan und Monte spielen und langsam verstehe ich warum meine Sis mit ihm Schluss gemacht hat. Mit so einem schlechten Kicker Spieler hätte ich auch nicht zusammen sein wollen. Wir verlieren natürlich, wenn auch nur knapp. Ich stand in der Defensive und habe 3/4 unserer Tore von hinten gemacht, eigentlich hätte ich besser alleine spielen sollen.

20:30 Das Konzert fängt an. Ich sehe einen Metalhead der sich ein Bier in die Hose schüttet. Völlig geschockt von dieser Untat starren Stefan und ich ihn an.

20:31 Vom Schock erholt hole ich mir lieber noch ein Bier.

21:00 Die Luft ist stickig, die Metalheads nerven, das Bier ist leer - ich beschließe mit Sabrina die Veranstaltung zu verlassen und in die nächste Kneipe zu anderen Leuten von uns zu gehen. Stefan bleibt noch da, warum auch immer. Ich muss ja nicht alles verstehen.

21:10 Wir kommen in der Bar an, die anderen empfangen uns anständig mit einem lauten Freudengeheul. Sind scheinbar schon gut drauf. Anwesend ist der innerste Zirkel unserer Clique. Bird, Sollorz, Lars und der etwas weniger bekannte Bauer samt unbekannter Freundin.

21:12 Meine Lieblingskellnerin nimmt die Bestellung auf, ein 0,5er Grolsch importiert aus Holland und einen Hochstuhltee (Jägermeister).

00:30 Fünf Bier später verlasse ich die gesellige Runde und flaniere zum Busbahnhof um den letzten fahrenden Bus nicht zu verpassen. Ich brauche noch Kräfte für morgen und man muss ja nicht wieder übertreiben und erst spät nach Hause kommen.

00:35 Ich treffe beim Einsteigen in den Bus noch drei Bekannte. Es wird eine lustige Busfahrt in der wir uns größtenteils über die kleinen Möchtegengangster hinter uns amüsieren. Sie wagen es jedoch nicht uns vier anzupöbeln. Wären wir weniger bin ich mir sicher hätten die Stress gesucht, aber solange man nicht eine Überzahl von mind. 3:1 hat ist das natürlich zu gefährlich. Pussys.

00:50 Ich falle in mein Bett und ratze sofort ein.

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Samstag

08:00 Es hämmert über meinem Kopf.

08:01 Ich bin zu dem Schluss gekommen das die Handwerker wieder da sein müssen und mich wie letzte Woche foltern möchten. Ich bin echt sauer und schreie "Gott verdammte Scheisse, ich will schlafen, verpisst euch!". Ich vermute das ganze geht im Hämmern unter und niemand registriert mein Bedürfnis zu schlafen. Zumindest reagiert niemand und es hämmert weiter.

08:02 Decke über den Kopf und irgendwie versuchen weiter zu schlafen.

08:30 Es funktioniert nicht, aber ich bin nicht willens aufzustehen.

11:00 Ich liege immer noch wach und starre die Decke an. 11:00 ist eine akzeptable Zeit um nun aufzustehen. Es ging mir einfach ums Prinzip.

11:05 - 13:00 Ich habe den Weg ins Bad gefunden, duschen, rasieren, danach frühstücken und den Sportteil der Tageszeitung lesen.

13:00 - 16:00 Pokern und sämtliche Comedy Serien auf Pro7 gucken.

17:00: Eine Tiefkühlpizza wird in den Ofen geschoben, ich ziehe mich währenddessen schonmal um, danach esse ich.

17:30 Stefan holt mich mit seiner Karre ab und wir fahren zu ihm Sportschau gucken.

17:40 Wir beschließen am Supermarkt zu halten und einen Kasten Bier zu kaufen. Damit kann man nie etwas falsch machen.

18:00 Wir kommen bei ihm an und Sabrina begrüßt mich mit den Worten "Du schon wieder." - "Hallo Sabrina, ich freue mich auch dich zu sehen." Wir schnappen uns jeder ein Bier, schalten den Fernseher an und gucken Fußball. Sabrina duscht und singt dabei, wir müssen den Fernseher lauter machen um diese grässlichen Nebengräusche zu übertönen.

20:00 Partytime. Wir sind heute auf zwei Partys eingeladen, beschließen aber nur auf eine zu gehen. Diese befindet sich eine Straße weiter. Wir könnten laufen, tun es aber nicht und nehmen Stefans Auto.

20:02 Es gibt keine Parkplätze mehr, nun ist guter Rat teuer. Wir drehen noch drei Runden um den Block, da wir nicht kampflos aufgeben wollen, finden aber trotzdem nichts. Stefan opfert sich heldenhaft, lässt mich vor dem Partyhaus raus und fährt die Straße zurück um doch zu laufen. Was ein blöder Plan.

20:05 Ich bin im Haus. Der Gastgeber begrüßt mich, gibt mir ein Bier und verscheucht mich auf den Balkon, als ich mir eine Zigarette anzünde. Na toll, das wird also eine Balkonparty. Ein lustiges Phänomen ist das. Darf man in einer Wohnung nicht rauchen und muss auf den Balkon, kann man sicher sein das alle kuhlen Leute den Großteil des Abends auf dem Balkon verbringen werden und dort die beste Laune herrscht. Man lernt sich schnell kennen, da enger begrenzter Raum nur zur Verfügung steht und man somit easy ins Gespräch kommt. Zudem besteht 3/4 unserer Mannschaft aus Rauchern. Auf dem Balkon stehen schon Jonas und Bauer, man begrüßt sich und tauscht das Neuste aus. Stefan kommt auch kurz darauf.

21:00 Ich begebe mich das erste Mal eigentlich nun wirklich von dem Balkon aus auf die Party und bemerke das ein ungewöhnlicher Frauenüberschuß herrscht. Na das ist doch mal vielversprechend. Bis ich aber meine Flirttemperatur erreicht habe brauche ich noch ein Bier. Auf dem Weg zum Kühlschrank grase ich noch das Buffet ab. Marinierte Hühnchenfleischspieße sind der absolute Hit.

21:15 Ich gehe wieder auf den Balkon rauchen. Rakesh ist da und hat natürlich auch sofort den Weg auf den Balkon gefunden. Unser kiffender Quoteninder erzählt das er aus seiner Wohnung bald raus muss. Wir bemitlieden ihn und fragen wie es so weit kommen konnte. Es entwickelt sich ein unwichtiges Gespräch.

21:45 Die ersten Frauen lassen sich auf dem Balkon sehen. Ich stelle mich vor. Leider alle vergeben. Ich frage ob die Single Mädels von drinnen auch rauchen, aber es sind alles Nichtraucher. Böses Vorzeichen.

22:45 Bird, Sollorz, Marleen und Sabrina treffen ein. Die vier waren erst auf der anderen Party die Stefan und ich geschwänzt haben. Zu Recht, denn sie war langweilig wie wir erfahren. Naja, wir waren ja auch nicht da, was erwartet man also? Alle sind natürlich nun auf dem Balkon und damit wir nicht immer zum Kühlschrank müssen haben wir bereits taktisch geschickt zwei volle Bierkästen dort positioniert. Perfekte Ausgangslage.

23:00 Unser Quoteninder baut seine erste Tüte. Ich überlege kurz mich dem Rauchen anzuschließen, verzichte aber. Sollte ich stoned werden habe ich keine Möglichkeit zu chillen und durch den kleinen engen Balkon bekommen eh alle genug Stoff ab.

23:30 Ich suche die Toilette. Auf dem Weg labert mich ein geschätzt 40 jähriger Kerl an und wir unterhalten uns, warum auch immer, über den Verlauf des deutschen Bruttosozialproduktes im Rückblick der letzten 10 Jahre. Ich frage mich was ein 40 jähriger auf einer Party voller Studenten macht, möchte ihn aber nicht beleidigen und behalte die Frage für mich. Statt dessen gehe ich nun auf Toilette.

00:15 Endlich konnte ich mich erleichtern. Ich vergreife mich danach nochmal an den Fleischspießen und checke dabei das von Frauen gefüllte Wohnzimmer ab. Irgendwie ist das ziemlich einschüchternd und ich habe partout keine Idee wie ich unauffällig mit einer der Ladys ein Gespräch anfangen soll wenn drum rum das ganze restliche Freundinnen Ensamble sitzt. Ich gehe also wieder auf den Balkon rauchen.

00:25 Verdammt voll geworden. Es drängeln sich ungefähr 12 Leute auf einem 2x4 Meter großen Balkon.

00:30 Ich erzähle irgendeinen random Fetten Witz. Als ich zu Ende erzählt habe klatscht mir eine mir bis dato unbekannte Tussi ihre Hand ins Gesicht. Ich gucke sie ziemlich erstaunt an und sie labert mich voll von wegen sie wäre nicht dick, sie war mal fett aber das ist sie schon lange her und sowas würde man nicht über sie erzählen. Ich schaue sie noch viel irritierter an, meine Kollegen lachen sich kaputt. Ich überlege ob ich das Mißverständnis aufklären soll weil ich gar nicht über sie geredet habe, spare mir aber die Mühe und lache mich innerlich kaputt während sie weiter rumzickt, dem ich aber kein Gehör mehr schenke.

01:30 Es wird immer lustiger, Lars ist mittlerweile auch von der Arbeit gekommen und baut mit dem Quoteninder die nächste Tüte. Ich mache wieder einen auf Pussy und verweigere jedwede Zusammenarbeit. Heute lieber nicht.

01:45 Die üblichen Partygespräche gehen weiter. Aus irgendeinem mir entfallenen Kontext heraus sage ich "Ist der Ruf erst runiert, lebt es sich ganz ungeniert." Eine uns schon bekannte Tussi die sich irgendwie wieder in meinen Rücken geschlichen hat, braust auf und blafft mich an was ich denn damit meine und wie ich sowas sagen könnte obwohl ich sie doch gar nicht kenne. Ich starre wieder einige Augenblicke irritiert zu ihr und frage mich was für psychische Probleme die Kleine bitte hat. Komplexe scheint das Mädel ja genug zu haben. Ihr Freund Julian steht daneben und es ist ihm anzusehen das ihm diese ganze Farce ziemlich peinlich ist. Armer Kerl, aber darauf kann ich jetzt keine Rücksicht nehmen. Was zu viel ist, ist zu viel. Meine werten Kollegen fangen wieder zu geiern an und ich gebe dem Mädel zu verstehen das ich sie schon wieder nicht gemeint habe und wenn Prinzessin Köttel mit dem augenblicklichen Entertainment Programm nicht zufrieden ist, sie mir bitte nicht weiter auf den Sack gehen soll und dringend eine psychologische Beratung aufsuchen muss damit sie nicht unversehens einmal Amok läuft.

02:05 Die Psychotussi ist abgedampft und hat die Party verlassen. Doch wohl nicht wegen mir?

02:30 Ich beschließe mein letztes Bier zu trinken. Stefan und Sabrina sind auch schon weg. Stefan hat wohl über den Durst getrunken und sich noch nichtmal verabschiedet.

03:00 Ich verabschiede mich von allen, nehme mir noch ein Bier für den Weg zum Taxistand mit und mache mich auf um in die dunkle Nacht zu ziehen.

03:10 Am Taxistand stehen keine Taxen. Ich fluche vor mich hin.

03:20 Ein Taxi kommt kurz bevor mir der Kragen platzt und ich steige erleichtert ein und tue dem Fahrer mein Ziel kund.

03:35 Ich falle zu Hause in mein Bett.

Montag, 20. Oktober 2008

Sunday WU, NL25 und andere Absonderlichkeiten

Nach fünf Tagen Pokerpause habe ich mich am Wochenende wieder an die Tische gewagt. Besagte Pause hat mir ganz gut getan und ich konnte frisch und frei aufspielen...ach drauf geschissen, mir war übelst schwummerig im Schädel, ich litt unter Nachwirkungen von brachialem Brechreiz in Form von Gliederschwäche und wollte mich am liebsten nur wieder hinlegen. Leider hatten gewisse Handwerker auf gewissen Dächern in gewisser Nähe zu mir etwas dagegen und zwar schon ab halb acht morgens, als ich gerade mal geschätzte vier Stunden damit begonnen habe das soziale Schmiermittel namens Alkohol abzubauen.

Am Abend davor fand nämlich unsere allmonatliche Kneipentour statt, in dessem Verlauf wir es tatsächlich geschafft haben den bisherigen Rekord von fünf auf sieben Kneipen auszuweiten. So was zieht natürlich Opfer nach sich und nachdem wir uns Samstag Abend wieder zusammen gefunden hatten um ganz ohne Alkohol gechillt in der Wohnung eines Kollegen Stefan Raabs Turmspringen zu gucken (ich habe mich dabei übrigens in eine Schauspielerin Namens Wolke irgendwas verliebt. Selten so eine süße schnuckelige Maus mit einem bezaubernden Lächeln gesehen), kam raus das vier von uns sechs noch am letzten Abend ordentlich zu Hause in die Toilette gegöbelt hatten (mich eingeschlossen). Das ist natürlich kein sonderlich rühmlicher Abschluss und wir merken das wir nicht mehr so viel vertragen wie früher, herje herje, man wird irgendwie älter.

Aber zurück zum Pokern: Ich habe also Samstag in meinem von unerträglichem Leid gekennzeichneten Delirium (ich übertreibe gerne damit Frauen Mitleid haben, ihr kennt das ja), erstmals wieder NL25 gespielt, mit dem kleinen Ziel bloß nicht wieder Geld liegen zu lassen. Hat auch wunderbar funktioniert und ich konnte sogar noch 6 Stacks mitnehmen die meine BR wieder etwas mehr stabilisiert haben dürften. Sonntag - gleicher Ort, gleiches Spiel, weniger Handwerker - immerhin 1 Stack im Plus.

Später wurde dann natürlich noch mit den anderen Jungs von pw24 das Sunday Warm Up auf Stars gespielt, welches uns netterweise von den dortigen Forenbetreibern durch ein Ticket ermöglicht wurde (also, meldet euch da gefälligst im Forum an! Geile kleine Community, jede Menge hilfsbereite Freaks und ne heimelige Atmosphäre...ok, diejenige die das hier überhaupt lesen sind da eh angemeldet...) Das Turnier lief für mich persönlich eher so lala ab. Am Anfang konnte ich zwei kleine Pötte mit 99 und 77 die ich aus Late Position geraised habe per contibet am Flop einheimsen. Dann musste ich einige Chips liegen lassen durch AQo, die ich in LP auf 6BB raiste nach zwei Limpern aus MP, einen Call bekam, am Flop meine Conti abfeuerte auf seinen Check ohne was getroffen zu haben, wieder gecalled wurde, ehe Villain am Turn reindonkte und ich folden musste.

Danach passierte bis zum Ende der 2. Pause erstmal überhaupt nichts bei mir. Ich habe glaube ich 1-2 Mal einen Spot zum Stealen gefunden und restealte einmal, so dass ich wenigstens wieder knapp über dem 10k'er Startstack war. Direkt nach der Pause konnte ich dann mit AK easy gegen irgendeinen Crap verdoppeln mit dem Villain meinen BB attackieren wollte und kurz danach mit AA die Blinds incl. einem vorherigen 3BB Raise einheimsen. Dann überfiel mich wieder einmal die Carddeadness, wenig bis keine Steal Spots, keine einzige spielbare Hand aus anderen Positionen usw. Die Blinds frassen immer mehr von meinem Stack auf, einmal callte ich nur einen 2BB minraise mit TT, was ich wohl im nachhinhein lieber hätte raisen sollen, allerdings wollte ich irgendein fancy play gegen den Kerl anfangen der bis zu diesem Zeitpunkt recht unkoordiniert agiert hatte. Leider reraiste nochmal jemand hinter mir auf 8BB und ich foldete darauf hin.

Kurz danach, es waren noch ~700 Spieler im Turnier, also noch 160 Plätze bis zum Geld in etwa, bekam ich in MP Jacks, raiste, bekam ein reraise AI hinter mir, woraufhin ich schon mit einem schlechten Gefühl callte (alles andere wäre eh nicht gegangen) und Villain zeigte mir AQs. Soweit so gut, ohne Flips kommt man eh nicht weit in einem Turnier und es war immerhin mein erster in diesem. Der Flop sah schon sehr vielversprechend aus, der Turn blankte auch nur und ich sah mich schon ne hübsche Anzahl an Chips gewinnen, aber wie es kommen musste schlug Riverstars in gekonnte Manier zu und brachte am River die Queen für meinen Gegner. Sehr ärgerlich, mit ~55k Chips wäre ich easy ITM gekommen, aber immerhin wurde ich wieder daran erinnert warum ich normalerweise keine MTTs spiele.

Aber mit mehreren zusammen machen MTTs nunmal trotzdem Spass und ich denke wir haben gestern wenigstens gut den IRC Channel gerockt und immerhin zwei Pferde ins Geld gebracht. Glückwunsch an psycho und pokerface für diesen Erfolg!

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