Dienstag, 11. August 2009

Lucky You - Glück im Spiel

Als Pokerprofi Huck Cheever der unwiderstehlichen Billie Offer begegnet, wird ihm klar, dass er den Jackpot der Liebe nur knacken kann, wenn er wie beim Pokern den Kopf abschaltet und seinem Gefühl vertraut. Gleichzeitig versucht Huck, 10.000 Dollar Startgeld für das glamouröse "World Series of Poker"-Turnier aufzutreiben. Daran will er unbedingt teilnehmen, obwohl - oder vielleicht gerade weil - er mit jeder Runde einem verhassten Gegner näherkommen könnte: seinem eigenen Vater, dem zweimaligen Champion des Millionen-Dollar-Events.

Soweit der Text auf dem Cover.

Ich habe keine Ahnung wie man einen Film richtig bewertet und kritisiert, deshalb habe ich mich mal ein bißchen umgesehen, was im Netz so geschrieben wurde:

Die Charaktere des Films werden als zu oberflächlich bezeichnet. Zuschauer, denen das Spiel nicht so wichtig oder bekannt ist, wird mehr Tiefe in den Szenen zwischen Huck (Eric Bana) und Billie (Drew Barrymore) fehlen. Die Lovestory zwischen den beiden kann nicht wirklich überzeugen. Der Konflikt zwischen Huck und seinem Vater L.C. und die damit verbundenen Wortduelle sind noch der schönere Teil der zwischenmenschlichen Beziehungen, einfach weil da zwei gute Schauspieler aufeinandertreffen. Drew Barrymore ist zwar auch eine sympathische Schauspielerin, aber es entsteht keine echte Romantik zwischen den beiden.

Die Stärken des Films liegen eindeutig an den Pokertischen. Dort wurde Doyle Brunson als Berater hinzugezogen, um möglichst realistische Blattverläufe und sinnvolle Wetteinsätze darstellen zu können. Außerdem spielen viele bekannte Gesichter der Pokerszene mit. Sie sitzen mit Huck und L.C. Cheever (Robert Duvall) an den Tischen. Unter anderem Sam Farha, Doyle Brunson, Daniel Negreanu und Jennifer Harman, um nur ein paar zu nennen. Die Hauptdarsteller saßen viele Stunden und Tage mit den Profis zusammen, damit sie ein Gefühl für das Spiel, das Verhalten und die Bewegungen am Tisch bekommen konnten.

Meine Meinung zum Film:
Da ich den Film als "Pokerfilm" gekauft habe, kam es mir auch mehr auf das Geschehen am Tisch an, so dass mich die wirklich nicht so tiefsinnige Beziehung zwischen Huck und Billie nicht störte. Was an den Tischen passiert, ist gut gemacht und wirkt realistisch, abgesehen von der (vor)letzten Hand, aber da geht es eher um den Konflikt zwischen Vater und Sohn als um Poker. Keiner gewinnt mit einem Royal Flush auf dem River gegen die geturnten Quads, das Set des Films wirkt realistisch, die Pros spielen auch gut mit und hatten anscheinend auch Spaß dabei. Ich habe mir die englische Fassung des Films noch nicht ganz angeschaut, denke aber, dass es (mal wieder) besser ist als die deutsche Version. Poker ist halt Englisch.

Als Specials bietet die DVD noch u.a. "Die Spieler am Tisch: Prominente aus der Welt Hollywoods und des Pokers im Film". Einige Pros geben dort interessante Kommentare zum Spiel und zum Leben rund um das Spiel ab, die man sich ruhig mal anschauen sollte.


Etwas witziges zum Schluß: Statt der gedruckten Kapitelübersicht oder Werbung für andere Filme, die man ab und zu im Inneren der DVD-Hülle findet, befand sich in dieser ein Werbeflyer der Strampelstrategen!

Kommentare:

bozzo hat gesagt…

War das eine gebrauchte DVD und der frühere Inhaber hat seinen TAF Flyer dazu gelegt oder wie?^^

Ich kannte den Film noch nicht, daher danke für die Rezension. Werde ihn mir wohl mal ausleihen.

friederike hat gesagt…

großartig, das mit dem taf flyer, muss ich auch mal probieren, wenn ich demnächst ein paar meiner pokerbücher bei ebay verticke :)

und "lucky you" werd ich mir auch mal ausleihen, drew barrymore mag ich eh...

krebsnebelwesen hat gesagt…

Nöie, itse kein TAF. Ist ein original PS.de Flyer. Ohne Ref-Link.

Die DVD war Originalverpackt :-)

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