Montag, 21. September 2009

Immer weiter Berg auf

Ich runne immer noch hervorragend und bin nur noch etwas über $800 von meinem Winnings Höchststand im letzten Monat entfernt. Das dies derart schnell geht nach dem sicksten dreiwöchigen Down den ich je hatte, hätte ich nie im Leben geglaubt. BR technisch bin ich sogar wieder auf meinem Höchststand, aber da gab es halt auch viel Rakeback und den $300 Stars Bonus.

Am Wochenende konnte ich 4,2k Hände mit einem Profit von 10 Stacks herausspielen. Eigentlich wollte ich deutlich mehr Hände schaffen. Leider konnte ich kleines Partytier mich sowohl Freitag als auch Samstag nicht zurück halten, habe an beiden Abenden, respektive Nächten, diverse Clubs unsicher gemacht, über 100 Euro dort jeweils gedropped und war am nächsten Tag immer größtenteils damit beschäftigt irgendwie klar zu kommen. Man muss sich ja auch mal was gönnen. Allerdings merke ich, dass ich alt werde. Früher konnte ich so ein Party Wochenende ohne Probleme meistern und jetzt fühle ich mich einfach immer noch end kaputt und habe sogar Muskelkater. Ich will gar nicht wissen was Krebs, Stratege oderJeru da beispielsweise durch machen müssen mit ihren +30.^^

Ansonsten habe ich mich unter Umständen verknallt. Aber das wird man noch sehen. *hust*

Bei dem pw24 Leaderboard hinke ich immer noch übelst hinter her. Ich habe zwar nen ziemlich guten ROI, aber leider nur auf eine mickrige Samplesize. Langsam bezweifel ich stark, dass ich die geforderten 200 SNGs überhaupt erreiche. Im ersten Monat sind es ja jetzt gerade einmal 27 und mehr als 50 schaffe ich zum Monatsende definitiv nicht. Schaun 'wa mal.

Dann noch etwas was mich, ehm, berührt hat. Und das obwohl ich nen eiskaltes Arschloch bin. *gg* Am Samstag in der Bundesliga hat der Würstchen Ulli eine Rede zum Fall des in München zu Tode geprügelten Mannes gehalten. Seine Worte haben mich wirklich beeindruckt und der Kerl ist in meiner Achtung hoch gestiegen. Leider hat der FCB dann auch noch gegen die Franken gewonnen. Mein BVB ein Remi gemacht und der einzige Lichtblick an diesem Spieltag war die Niederlage der Schalker. Nächsten Samstag gibt es das große Derby und ich bin schon sehr gespannt darauf.

Schönen Wochenanfang allerseits.

Samstag, 19. September 2009

Wenig Zeit

Morgen zusammen!

Ich komme gerade vom Eishockey und stelle fest: Ich komme momentan viel zu wenig zum Pokern. Morgen nochmal zwei Vorstellungsgespräche für ein Praktikum (heute erst erfahren), schon ist wieder ein Tag fast komplett weg.
Im Oktober wirds besser, hoffe ich. Außerdem hoffe ich, dass mein guter Lauf, der sich in den wenigen Sessions zeigt, bis dahin hält.
Bis dann

Senfgnu

Freitag, 18. September 2009

"Amoklauf" in Bayern

[ACHTUNG, ATTENTION PLEASE - der folgende Dreck aus einem Chaos von willkürlich aneinandergereihten Buchstaben könnte schwarzen Humor beeinhalten]

Heute mal ein Thema abseits des Poker Tisches. Wie die meißten sicherlich gestern in den Nachrichten den ganzen Tag über gehört haben, hat ein Schüler der 13. Klasse eines Gymnasiums keine sonderlich große Lust auf sein Abitur verspürt und versucht in seiner Schule ein Blutbad anzurichten. Die Polizei in Form des gloreichen SEK konnte schnell reagieren und sie haben besagten Schüler mit Maschinenpistolen niedergeschossen. Meine Helden!

Ich hoffe sie sind stolz darauf eine riesengroßen Gefahr in derartiger Form ausgeschaltet zu haben, in dem sie dem Jungen fünf Kugeln in den Körper gejagd haben. Der Junge war nämlich bis an die Zähne bewaffnet mit einer Axt und Molotowcoctails. Wuhu!

Eine Axt wird sich jetzt der ein oder andere fragen. EINE VERDAMMTE AXT??? Die Qualität der Amokläufer lässt auch immer weiter nach. Was kommt als nächstes, einer mit ner Keule und nem Stein?Darf man das überhaupt einen Amoklauf nennen wenn niemand so richtig gestorben ist? Die Bayern können wirklich überhaupt nichts richtig machen.

Es wird übrigens berichtet, dass die, die er mit der Axt geschlagen hat, ein Schädel-Hirntrauma hat. Hat er den Axtrücken benutzt? Oder war die Axt nicht einmal geschärft? Wie darf ich mir das bitte vorstellen?

Naja, ich bin daher jedenfalls jetzt schon dafür Äxte und Messer vor der Öffentlichkeit und vor allem der Jugend zu schützen. Eigentlich sollten die ganzen Werkzeuge aus den Netz und Baumärkten verschwinden und nur noch in Fachgeschäften verkauft werden, nach Altersnachweis und Formblatt, wofür man diese Äxte benutzen will. Sowas wie in den USA wenn man ne Schusswaffe kauft. Da wird man auch immer gefragt, wofür man die Waffe braucht.

Da eröffnen sich ganz neue Wirtschaftszweige: Axtschrankhersteller, Sicherheitsschloss Unternehmen, Einzelhandel (Werkzeug-Fachläden) (oh oh oh - Die Plastik-Industrie! Aus irgendwas muss die Schutzhalterung die demnächst um den Eisenkopf kommt, nämlich sein. - Da wird Schaumstoff gefragt sein. So dass die Axt trotz Schwung und Zielabsicht vom getroffenen Objekt abfedert und demnach keine Verletzungen zurückbleiben. Höchstens ne Prellung - kann ja direkt eine Axt-Prüfstelle aufgebaut werden - die sich um sowas kümmert) wird angekurbelt und endlich verschwinden auch diese dämlichen Waffen in Computerspielen unter 18 - die eh keine Sau bedienen kann, weil sie für den Nahkampf zu schwer sind (es sei denn man ist im Schleichmodus unterwegs) - Gewinnt jeder nur.

Stoppt die Axt! - Ich bin dafür und immer wieder mehr als glücklich, wenn man sowas im Radio hört und dann sieht - ah - es sind noch alle da...

Aber ich habe gestern auch fünf Mal gehört da seien Mollis geworfen worden, der Gedankengang, zu was dies nun wiederum führen könnte, möchte ich gar nicht wagen auszusprechen. Prost.

Jetzt aber wieder Ernst: Gute Besserung an die Schülerin, die immer noch auf der Intensivstation verweilt und eine Bitte an alle Eltern: Kümmert euch um eure Kinder und schenkt ihnen Aufmerksamkeit und Liebe. Danke.

PS: Es gibt im übrigen neuerdings an den meißten Schulen Codewörter, die über Lautsprecher ausgerufen werden wenn so etwas passiert. Beispielsweise "Der Hamster ist im Busch, ich wiederhole, der Hammer, eeeeh Hamster ist im Busch. Bitte alle in geordneten Zweiherreihen die Klassen verlassen und auf dem großen Pausenhof in Gruppen zusammen finden. Dort werden dann Schilde und Speere verteilt damit wir zur Abwehr der Axtbarbaren eine römische Schildkröte formieren können."

Donnerstag, 17. September 2009

Hall of Fame Postings Area

Moin Leute!

Das PW24-Freeroll war ja wieder ein kurzes Vergnügen. Ich hatte mir schön ein Weizenbier eingeschenkt und es war noch nicht leer, da war ich auch schon draußen.

Zu fünft am Tisch, 2 auf Sitout, alle versuchen mehr oder weniger abwechselnd die Blinds der Sitouter zu stehlen und dann kommt es, wie es kommen muß:
TT rennt beim Resteal in AA
Und so fliegt man dann noch vor 2 Sitoutern aus dem Turnier...

Das SnG Leaderboard plätschert so vor sich hin. 81 SnGs habe ich inzwischen gespielt, nach den 50 $3,40 SnGs bisher 30 $5,40 DoNs und ein $5,25 HU SnG. Eigentlich sollte es ein $2,20 HU werden, aber ich habe mich verklickt und bevor man sich da wieder abmelden kann, ist es schon zu spät... Wenigstens habe ich es gewonnen. Im Moment bin ich noch bei ca. -$15 Winnings.

Zur eigentlichen Überschrift des Posts:
Ich habe in der letzten Woche meine gesamten HTML-Kenntnisse zusammengeklaubt, mich in GIMP reingefuchst und ein unglaublich künstlerisches Talent an den Tag gelegt, um Euch die Hall of Fame präsentieren zu dürfen. Ihr erreicht sie über das schwarz/goldene Banner.
Einfach mal klicken!

In der Hall of Fame werden Posts landen, die nicht einfach irgendwo, fast unauffindbar, im Archiv verschwinden sollen. Sie sollen ihren eigenen Platz bekommen, wo man sie schnell finden kann und wo man nicht erst lange hin und her scrollen muß.

Ihr dürft raten, was zuerst dort gelandet ist...

Herzlichen Glückwunsch, Bozzo

Mittwoch, 16. September 2009

Läuft wieder

Kaum wird im ganz großen Stil innerhalb des Blogs geheult und nach Mitleid ersucht, schon wird Pokerstars scheinbar hellhörig und stellt den Doomswitch ab. Hooray. Soll heißen: Die letzten zwei Tage lief es ganz gut. Am Montag konnte ich sogar meinen bis dato besten Tag auf NL100 erreichen.

Insgesamt bin ich auf knapp 3k Hände $1,2k up gekommen, was wirklich einmal erfreulich ist. Leider bin ich dabei immer noch nicht großartig über EV gerunnt, so dass, falls Pokerstars sich an dieser Stelle nun denkt sie könnten den Doomswitch ruhig wieder anstellen, diese Überlegung gleich wieder verwerfen kann. Ihr schuldet mir noch einen ganzen Batzen voll harter Dollars Jungs!

Die Sessions verliefen aber ansonsten wirklich gut, man muss ja nicht gleich Beats verteilen um gut up zu kommen. Mir wurden viele Spots zu teil, in dem die Gegner einfach relativ loose ihre Stacks donatet haben, was vorallem aber daran lag, dass ich viele Vollfische an den Tischen hatte, die ich in Position gut unter Druck setzen konnte. Das sieht man auch an meinem 3bet Wert, der irgendwo bei ~12% liegt, was schon krass ist. Weiters konnte ich viele "kleinere" Pötte gegen Regulars mit einigen erfolgreichen Sequeezes und 4bet rebluffs gewinnen. Zuletzt bin ich damit meißt immer in gute Hände gerannt und musste dann folden, aber jetzt hats halt zu ca. 80% hingehauen. Klappt nunmal nicht immer.

Ansonsten bin ich diesen Monat nun bisher irgendwas mit 20-23 Stacks up, was schon ganz ordentlich ist. Ich würde aber gerne die 30 Stacks Grenze diesen Monat noch knacken. Wenn es einmal läuft will man halt immer mehr, der Mensch an sich gibt sich ja per se nie zufrieden, und wir haben ja noch zwei Wochen Zeit. Wie ich mich kenne, verliere ich aber zum Ende hin noch 1/3 der Winnings, so dass ich hier wieder herum heulen darf.

Mittlerweile bin ich auch wieder für NL200 rolled, aber nach reiflichen Überlegungen, habe ich beschlossen dieses Limit erst 2010 anzugehen und bis dahin lieber noch an der Theorie zu feilen. Kleinere Shots auf das Limit werde ich aber vermutlich trotzdem unternehmen. Den Supernovastatus sollte ich auf Stars auch so dieses Jahr noch erreichen können. Zumindest wenn ich mein Spielvolumen halten kann.

Zum Schluss noch meinen Graph der Montags Session. Knapp den $1k Tag verpasst, aber egal.










PS: Allen Teilnehmern des pw24 Freerolls auf FTP heute Abend viel Erfolg. Bisher sind ja lediglich 14 Leute gereggt, was bedeutet dass der $500 Preispool nur unter den ersten drei aufgeteilt wird. Meine Taktik sieht vor völlig planlos herum zu donken und mit ultra geistreichen Spielzügen herum zu spewen um letztendlich alle anderen hinter mir zu lassen. gnihihi.

Montag, 14. September 2009

Nicht fair

Ich habe in den letzten drei Tagen, nach eigenem Gusto, mein bestes Poker seit langem gespielt und wurde dafür leider trotzdem nicht belohnt. Viel mehr musste ich in 6k Händen knapp fünf Stacks lassen. Allein mein AI EV, sagt allerdings aus, dass ich eigentlich $600 up sein müsste. So einen EV Graphen sollte man zugegebenermaßen immer mit Skepsis betrachten, aber die Tatsache dass ich darüber hinaus zusätzlich noch verdammt oft in Spots gelaufen bin, in denen ich klarer Underdog war, die aber trotzdem preflop nicht anders spielbar gewesen wären, lassen diese Sessions für mich sehr beeindruckend wirken. Wie viele Dollar müssten mir bei einem normalen Verlauf daher eigentlich zustehen? Es wäre sicherlich ein vierstelliger Betrag.

Besonders stolz bin ich aber auf mich, dass ich trotz allen Beats und Setups, nicht getiltet und weiterhin mein A-Game gespielt habe. Ansonsten hätte ich sicherlich sehr sehr viel mehr verloren.

Nach dem letzten Monat, in dem ich schon übelst unter EV gerunnt bin, könnte wirklich langsam einmal Besserung in Sicht kommen. Ich bin zwar diesen Monat glaube ich noch so ca. sieben Stacks up, aber es sollten halt deutlich mehr sein und eigentlich müsste ich mich bereits wieder auf NL200 tummeln können.

Hier sind noch einige Hände für euch:

Zuerst aus der Kategorie gegen AA gelaufen:

http://www.pokerhand.org/?4690542
KK < AA

http://www.pokerhand.org/?4690639
AKs < AA im Blindbattle

http://www.pokerhand.org/?4690641
KK < AA

http://www.pokerhand.org/?4690642
AK < AA

Aber es geht auch anders herum.

http://www.pokerhand.org/?4690643
Ich bekomme auch endlich einmal AA, ohne dass bereits preflop jeder foldet und ich nur die Blinds einsacken kann, sondern ich komme sogar preflop damit AI. Wuhu und dann auch noch gegen AK, was ich fett dominiere. Leider kommt es wie es kommen musste und Villain macht seinen Flush. Danke, tschüss.


AK war am Wochenende echt meine Hass Hand schlecht hin. Hier halten beide nun AK und ich verliere trotzdem -_- : http://www.pokerhand.org/?4690548


Und zum Abschluss habe ich noch zwei nette Bad Beats.

http://www.pokerhand.org/?4690635
geflopptes 4er set gegen höheres runner runner fh von villain

http://www.pokerhand.org/?4690637
mit set von zwei outer am river gefickt


Ich habe es auch gewagt meinen Jahresgraphen mal anzuschauen und ich frage mich echt wie sich all das Bad Luck wieder ausgleichen soll. Aber nun genug geheult. Man soll den neuen Wochenstart ja nicht unbedingt gleich derart negativ angehen.

TR: Cala Ratatta Teil 5

Tag 5 + 6:

Unser letzter Tag, also müssen wir noch einmal ordentlich Gambo geben und Alarm machen. Ich beginne dieses Vorhaben, in dem ich nach dem Aufstehen meinen Koffer packe. Immerhin ist mir vollkommen bewußt, dass ich dazu später absolut nicht mehr in der Lage sein werde.

Unser Partyboat legt um halb drei ab, also bleiben uns noch 1 1/2 Stunden Zeit. Wir gehen wieder am Hafen essen. Diesesmal gönne ich mir einen Hamburger mit einer Portion Pommes. Der weise Trinker ist sich natürlich darüber bewußt, dass eine ordentliche Basis, ausgestattet mit Elektrolyten, ein guter Freund ist. Der Burger ist auch der verdammt gut, habe selten so einen formidablen verzehrt. Danach wird sich noch ein Bier bestellt, um den Körper langsam wieder einzugewöhnen.

Den Rest der Zeit verbringen die Jungs damit ihre Sachen zusammen zu packen und sich Sonnencreme auf den Pelz zu streichen. Ich habe dazu keine Lust und gammel in der Zeit vor dem Hotel rum, während ich noch ein Bier trinke sowie einen Organensaft mit Vanilleeis. Meinen Badeshort habe ich eh schon die ganze Zeit an und zudem habe ich das feste Vorhaben heute noch einen Sonnenbrand als Souvenir für zu Hause zu bekommen. Die Jungs sind immer noch nicht fertig, schminken die Schwuchteln sich noch? Mir fällt spontan ein, dass ich noch Zigaretten Stangen kaufen muss, also nutze ich die Zeit und suche einen Tabak Laden. Gar nicht so leicht einen zu finden, die Cala Ratjader haben scheinbar eher eine Vorliebe für Zigarettenautomaten. Letztendlich werde ich aber fündig und schiebe fast mein ganzes letztes Geld für vier Stangen Zigaretten über den Tresen. Zusätzlich gibt es noch ein Badetuch und zwei Feuerzeuge gratis dazu. Great success. Ich gehe wieder zum Hotel und endlich warten dort auch schon die anderen. Also geht es nun ab zum Hafen das Partyboat suchen.

Dort angekommen, suchen wir erfolglos nach dem versprochenen sechs Meter hohen Katamaran, wo angeblich 150 Leute easy drauf passen sollen. Ich sehe aber leider nur ein paar umgebaute Fischkutter, wo jeweils ein Schild mit der Aufschrift "Partyboat" befestigt ist. Ich persönlich ahne zu diesem Zeitpunkt schon schlimmes und mache mir keine Illusionen darüber, dass wir auf so einem Boot landen werden. Beunruhigend finde ich es aber, dass der Verkäufer nicht den Unterschied zwischen einem Katamaran und einem Fischkutter kannte. Böse Absichten möchte ich diesbezüglich einfach einmal nicht unterstellen.

Wir begeben uns zu den ~80 anderen Leuten, die so aussehen als hätten sie Bierdurst, lösen unsere Tickets, bezahlen das Restgeld und gehen dann schnell aus der prallen Sonne heraus, auf das Unterdeck des Boots. Nach einer kleinen Ansprache durch den Käptn, die witzig sein sollte, aber nicht witzig war, legen wir auch endlich ab und ich bin der erste an der Bar um mir eine kalte Dose Bier zu holen. Ich bin so nett und ordere direkt fünf, damit meine nutzlosen Freunde auch eines bekommen. Wir begeben uns auf das obere "Sonnendeck" und genießen die Aussicht, samt Fahrtwind, als wir mit atemberaubender Geschwindigkeit [Ich schwimme vermutlich (Zumindest wenn ein weißer Hai hinter mir her ist.) schneller. ] die Küste entlang düsen. Aus den Musikboxen dröhnt Musik, und wir eröffnen einen Knabenchor, als Atzen Mukke erklingt (Frauanarzt - Das geht ab). Das ganze Schiff stimmt nach kurzer Zeit mit ein.

Ich rauche mir eine nach der anderen, während ich die Frauenquote auf dem Schiff abschätze (46,7%). Es gibt einige echt schnuckelige, die sich bereits in der Sonne räkeln und ich überlege noch wie ich sie beeindrucken könnte, als das Schiff plötzlich anhält. El Capitano ruft aus, dass wir hier schwimmen könnten. Meine große Gelegenheit Eindruck schinden zu können. Ich reiße mir, drei Schiffsbier bereits intus, das T-Shirt vom Leib (wenig beeindruckend), klettere auf das Dach des Schiffes und versuche einen Rückwärtssalto fünf Meter in die Tiefe zu machen. Das ganze läuft nicht ganz so wie geplant und ich knalle mit dem Rücken auf das Wasser auf. Autsch. Gelächter erklingt vom Boot. Verdammt. Wir schwimmen und planschen alle im Wasser und nach einer halben Stunde soll es weiter gehen. Also raus aus dem Nass und Bier her. Ein Mädel an der Bar meint, sie hätte meinen Rückwärtssalto gesehen und wäre beeindruckt gewesen. Ich meine einen leicht ironischen Tonfall herauszuhören und beschließe sie im Auge zu behalten. Erst einmal mache ich mich aber über das Esssensbuffet her und dübel mir Paelea und Pizza rein. Lecker.

Die Stimmung auf dem Boot ist formidabel. Ich würde zu der Musik gerne etwas tanzen, bin aber bei dem Versuch schon zwei mal umgekippt (das Boot wackelt so) und lasse es daher lieber bleiben. Wir machen wieder einen Stop, viele gehen schwimmen. Ich nicht. Ich habe die leise Ahnung, dass mir eine Expedition des Meeres jetzt ganz und gar nicht gut tun würde und teste lieber die Sangria einmal an. Bier war jetzt wirklich genug. An der Reling steht wieder dieses Mädchen. Alleine. Arrrr, jetzt oder nie Pirat sage ich mir, schlendere betont lässig (betont darauf bedacht nicht umzufallen trifft es eher, warum muss das Boot auch so wackeln?) zu ihr hinhüber und spreche sie an. Wir labern eine Zeit lang über dies und das, größtenteils über sie, da ich es generell hasse über mich zu reden und irgendwann müssen wieder alle an Bord kommen die im Meer waren. Plötzlich kommt da nen Kerl an, triefend nass und küsst das Mädel (seine Freundin). Ich lege meinen besten wtf Gesichtsausdruck auf, verpisse mich wortlos und ordere fünf Sangria für mich und meine Atzen.

Die Rückfahrt hat bereits eingesetzt und wir fünf stehen ganz vorne an der Reling, halten uns an selbiger feste und schauen uns die Küstenlinie an. Die Stimmung auf dem Schiff ist zum erliegen gekommen. Alle sind müde, oder zu betrunken. Ich selbst bewege mich wage zwischen diesen beiden Zuständen hin und her.

Um 19:00 legen wir wieder am Hafen an. Es geht zurück zum Hotel. Duschen, ab zum Abendessen (mittlerweile hat der Magen sich an den Fraß gewöhnt) und danach streunen wird auf der Suche nach einer geeigneten Bar am Hafen entlang. Wir stoßen auf eine Shisha Bar mit Live Musik und beschließen dort einzukehren. Ich lasse mich auf dem end gemütlichen Sofa nieder und lasse uns eine Wasserpfeife sowie meinen ersten Caipirinha kommen. Die Live Musik ist angenehm beruhigend und wir spannen alle etwas aus, während die Drinks kommen und gehen. Drei Caipis später ziehen wir weiter und zwar exakt zwei Häuser weiter. Den Namen haben ich leider vergessen, war auch nicht so toll da und wir trinken alle nur so zwei Bier. Mittlerweile haben wir es schon 23:00 und wir müssen morgen früh um 05:00 aufstehen. Wir diskutieren darüber ob wir bereits zum Hotel gehen sollen, beschließen aber noch dem Bierbrunnen ein letztes Mal unsere Aufwartung zu machen und den Laden zu verabschieden. Dort tritt auch gerade ein Schlagerstar auf, dessen Namen ich vergessen habe (spielt auch bei der Lindenstraße mit) und laut Plakat der Sänger mit der hässlichsten Jacke überhaupt. Alle bestellen sich noch was zu trinken, summen geschlaucht die Songs mit und gehen dann ins Hotel. Der Partyboat Trip war wohl doch anstrengender als gedacht und gegen 12:30 sind wir alle in der Falle am Ratzen. Stefan hat seinen Handywecker auf 04:50 gestellt. Ohje.

"Tag" 6: Pünktlich um 04:50 werde ich von lautem Maschinengewehrfeuer geweckt, welches nahe meines rechten Ohres erklingt. Reflexartig rolle ich mich auf der linken Seite aus dem Bett und gehe in Deckung, während Falko auch bereits dabei ist aus dem Bett zu jumpen und irgendwas sucht wo er sich verschanzen kann. Stefan lacht sich schlapp. Grmpf. Wir ziehen uns an und verlassen das Zimmer in einem Zustand, über das sich niemand sonderlich freuen wird. Draußen warten bereits andere Gäste darauf, dass sie auch abgeholt werden. Ich begebe mich noch kurz zum Supermarkt, kaufe mir zwei Croissants die definitiv nicht frisch sind und einen Kaffee. Als ich zurück bin kommt auch schon unser Bus. Wir steigen ein und fahren den endlos langen Weg zum Flughafen. Nach dem ich gefrühstückt habe ratze ich ein und werde von Stefan geweckt, als der Bus bereits am Gate steht.

Wir betreten den Flughafen, checken ein, ab durch die Sicherheitskontrollen, dieses mal wird niemand von uns dabei behelligt und finden uns kurz danach bereits im Flugzeug wieder. Die Stewardess fragt Bird, Cyo und mich vor dem Start ob wir nicht weiter vorne die XXL Sitze haben möchten, diese wären noch frei. Wir freuen uns über unendlich viel Beinfreiheit und Komfort. Neben mir sitzt eine Dame, mitte 50 schätze ich, die ordentlich mit Gold behangen ist und sich gleich nach den Start zwei Sekt reindübelt. Ich schlafe ein und wache erst bei der Landung wieder auf. Die Sektdame ist scheinbar gut angetrunken und versucht mich voll zu labern. Scheinbar hat sie Flugangst oder so. Ich mache wieder die Augen zu und tue so als ob ich weiter schlafe.

Wir landen im kalten Deutschland. Der Urlaub ist zu Ende und ich bin schlagartig niedergeschlagen.

Samstag, 12. September 2009

Frühschicht...

Eigentlich sitze ich hier nutzlos in der Firma rum und suche nach Bildern mit Pokerchips für eine neue Seite, aber dazu ein andermal mehr.

Dann finde ich das hier:

Spät nachts kommt ein älterer Herr von der Pokerpartie nach Hause. An der Tür empfängt ihn die empörte Ehefrau mit heftigen Vorwürfen.
"Brauchst dich gar nicht mehr aufzuregen," sagt der Ehemann, "pack deine Sachen, ich habe dich an einen Kumpel verloren."
Ihr bleibt der Mund offen: "Wie kannst du nur so etwas Schreckliches tun?"
"Tja, war gar nicht so leicht, musste mit vier Assen passen."


In der Frühschicht findet man vieles lustig... Muß am übermäßigen Kaffeekonsum liegen...

Freitag, 11. September 2009

TR: Cala Ratatta Teil 4

Tag 4:

Nach der letzten Nacht, welche ein höchstes Maß an Konzentration, Willenskraft und körperlichen Einsatz erfordert hat, schlafen wir alle sehr lange. Gegen 13:30 verlassen wir erst das Hotel und gehen wie bereits am Tag zuvor an der Hafen Promenade eine Pizza snacken. Katerlos im übrigen. yay. Bird und Cyo fristen ihr Dasein in dieser Zeit mal wieder auf ihrem Zimmer und versuchen irgendwie klar zu kommen. Was für Weicheier.

Nach dem Essen steht der obligatorische Strand Nachmittag wieder an. Bisher waren wir jeden Tag an einem anderen Strand und diese Serie wollen wir nicht abbrechen lassen, auch wenn ich dafür votiere lieber zum gestrigen Strand wieder zu gehen, da man dort so gut Volleyball im Meer spielen konnte. Die unsportlicheren von uns (alle außer Stefan) interessiert das aber wohl herzlich wenig und so machen wir uns zu einer Bucht auf. Wieder Berge hoch und runter, alles bei sengender Hitze. Die Jungs stehen scheinbar auf so einen Mist. Irgendwann kommen wir auch endlich an. Ich bin natürlich wieder vollkommen überfordert mit der Gesamtsituation bestehend aus Hitze sowie Bewegung und brauche erst einmal ein Bier.

Der Strand lässt arg zu wünschen übrig. Alles ist sehr voll und der Strand teils überlagert von angespülten Algen. Von oben sah das irgendwie alles sehr viel besser aus. Wir breiten unsere Sachen zwischen zwei barbusigen Frauen im reifen Alter von 30 Jahren, einem angeschwemmten Wal im schwarzen Badeanzug, und zwei Paaren in unserem Alter aus. Lieber sofort ins Wasser bevor ich entweder zu lange auf nackte Titties starre oder Witze bzgl. Greenpeace und Walrettungsaktionen mache. Das Wasser ist auch nicht so der absolute Knüller. Ziemlich verdreckt von Algen und Müll. Ich finde ein Feuerzeug, rufe zu Stefan "ich habe ein Feuerzeug gefunden" und schmeiße es im hohen Bogen nach hinten. Unglücklicherweise treffe ich dabei eine glatzköpfige muskulöse Kante, die gerade mit seiner Perle rummacht. Der Kerl sieht etwas angesäuert aus und mein Fingerzeig auf Stefan, der 10 Meter neben mir schwimmt, wird mir auch nicht sonderlich geglaubt. Ok, ich entschuldige mich und schwimme schnell weg. Phelps wäre sicherlich stolz auf mich gewesen. Falko wird noch von einer Qualle gestreift und nachdem das gleiche auch noch einem Typen passiert der in der Nähe schwimmt, vergeht uns schlagartig die Lust am Meer und wir beschließen einen taktischen Rückzug zum Strand.

Vom Strand aus nehmen wir einen etwas längeren, dafür leichteren und schöneren, Weg zurück zum Hotel an der Küste entlang. Schöne Fotos entstehen. Leider bin ich nicht so der romantische, naturverliebte Bursche und so langweile ich mich. Vom Hotel aus geht es wieder an den Pool. Alles wie gehabt. Wir buchen für den nächsten Tag noch eine Tour auf einem Partyboat incl. Flatrate trinken und futtern. Das wird sicherlich grandiööös.

Abends nach dem Essen klappern wir diverse kleinere Bars an der Promenade ab. Namen habe ich alle vergessen außer das Noahs. Etwas gediegener der Laden, aber ich habe dort Hammer fritierte Hünhchenstreifen mit süßer Honig Senf Sauce gegessen. Der absolute Knüller das Zeug. Da dies die letzte Bar war, sind wir alle schon gut angefüllt und sind dementsprechend etwas lauter und vorallem ein wenig vulgär. Wobei die Schuld dafür ganz klar Stefan trägt, der wirklich dicht wie eine Haubitze ist. Amüsanter Weise leeren sich Plätze um uns herum ziemlich rasant, während es auf der Terasse gegenüber proppen voll ist. Einzig ein Pärchen in unserem Alter bleibt sitzen und findet uns ganz lustig. Wir kommen mit denen ins Gespräch und es stellt sich heraus das dass Mädel auch aus Hattingen kommt. Ich frage mich warum sie uns nicht von selbst angesprochen hat. Immerhin sitzen wir dort seit 1 1/2 Stunden und haben alle unser Malle-Hattingen T-Shirt an. Etwas schüchtern wohl die kleine.

Die kleine geht uns zunehmens auf den Sack. Nervig dumm umschreibt diese Person ganz gut. Stefan findet sie aber scheinbar klasse und so lassen wir Stefan alleine dort sitzen und gehen. Wir kaufen uns Bier im Supermarkt und flanieren damit die Promenade entlang, die bereits recht leer ist. An irgendwelchen Felsen klettern wir bis zum Meer, lassen uns dort nieder, trinken unser Bier und genießen die abendliche Meeresluft. Wie romantisch. Ich langweile mich.

Endlich gehen wir zurück zum Hotel, decken uns noch einmal mit Bierdosen für den Balkon ein und chillen uns dort wieder auf unseren Ausguckplatz. Unter unserem Balkon, eine Etage tiefer, erklingen süße Mädchenstimmen. Ich beuge mich vor und rufe freundlich eine Begrüßung herunter, welche ebenso freundlich beantwortet wird. Ich frage nach einem Feuerzeug (obwohl wir sicherlich mind. 10 in unserem Zimmer liegen haben) und werde aufgefordert runter zu kommen um selbiges abzuholen. Hoch werfen würde natürlich auch gehen, aber das ist ja nicht das Ziel der Aktion. Ich lasse also die Jungs auf unserem Balkon sitzen und gehen runter ins Mädchenzimmer. hihi.

Die Mädels, drei an der Zahl, laden mich auch direkt in ihr Zimmer ein und es wird eine Stunde lang der übliche Smalltalk Mist verzapft. Bla bla, alle 29 Jahre alt, studieren in Berlin, bla, ich höre schon gar nicht mehr richtig zu. Irgendwann wollen die drei schlafen gehen (ohne mich, verdammt) und fragen ob wir uns morgen wieder sehen und sie Abends zu uns kommen dürfen. Da mein Terminkalender sehr voll ist und wir ja nur im gleichen Hotel sind, kann ich dies jedoch nicht mit Gewissheit beantworten. Ich gehe also mitsamt einem abgezogenen Feuerzeug wieder in unser Zimmer. Die Jungs sind gerade im Begriff ins Bett zu gehen, also schließe ich mich diesem Vorhaben an, während ich noch eine gute Ausrede ersinne, um die Mädels morgen nicht in unsere Pumahöhle zu lassen. Diesen Saustall möchte ich wirklich, am aller wenigsten Frauen, antun.

- Den letzten Teil gibt es dann nach dem Wochenende. Schönes WE allerseits. -

Donnerstag, 10. September 2009

TR: Cala Ratatta Teil 3

Tag 3:
Durch das letzttägige wenig imposante Frühstück, in Kombination mit der langen Nacht, hat niemand von uns sonderlich Lust früh aufzustehen und wir wachen erst gegen 12:00 auf. Ich habe das plötzliche dringende Bedürfnis als erste Amtshandlung des Tages, mich unter den Armen zu rasieren. Gesagt getan, ich hüpfe voller Tatendrang aus dem Bett und begebe mich in das Badezimmer um mich für die nächsten 10min meinen Achseln zu widmen.

Stefan, Falko und ich stellen mit Freude fest, dass wir schon wieder keinen Kater haben. Ich stelle die These auf, dass wir das ganze Gift unseres Körpers während des Schlafes ausschwitzen und man die Bettlaken am besten verbrennen, oder zumindest sehr tief unter der Erde in irgendeinem Atommülllager verschachern sollte. Gut gelaunt fassen wir den Plan nun erst einmal etwas am Hafen snacken zu gehen und wollen noch Bird und Cyo abholen. Während Stefan und Falko bereits runter gehen, wage ich mich in das Zimmer der beiden Schlawiener. Bird liegt stöhnend mit einem Waschlappen auf dem Kopf im Bett und Cyo sieht auch nicht gerade besser aus. Nur ohne Waschlappen. Es ist im übrigen unverschämt kalt in dem Zimmer. Das ganze bestätigt natürlich wieder meine fulminante Kater These. Jedenfalls lasse ich die beiden wehleidigen in ihren Zimmer weiter dahin vegetieren und wir gehen alleine zum Hafen.

Recht zügig finden wir an der Hafen Promenade eine ansprechende Lokalität. Schatten, Meeresbriese und Pizza. Was braucht man mehr zum Frühstück? Nach Beendigung unseres Mahles gehen wir zurück zum Hotel, jeder tut noch kurz auf der Toilette was getan werden muss und wir packen unser Strandzeugs zusammen. Bird und Cyo sind mittlerweile aus dem Bett gekommen, wollen aber noch etwas chillen und auch ihren Bauch vollschlagen. Kein Problem.

Wir setzen uns erstmal noch alle zusammen vor das Hotel, schlürfen ein Bier und rauchen eine Zigarette. Plötzlich steht ein riesen Berg von Kerl vor uns. Braun gebrannt, fast zwei Meter groß und muskelbepackt wie Hulk Hogan zu seinen besten Zeiten. Er stellt sich mit Kai vor und fragt ob er sich zu uns setzen darf. Ich überlege kurz, ob wir Kai zu fünft verprügeln könnten, schätze unsere Chancen aber minimal ein wenn wir nicht seine Augen ausstechen können. Die anderen kommen zu dem selben Schluss und in einem perfekt synchronisierten Chor sagen wir alle "Ja klar, setz dich ruhig". Wir sind halt freundlich. Kai ist seit vier Jahren Veranstaltungs Promoter auf Mallcora und momentan zuständig für den ganzen Bezirk von und um Cala Ratjada. Mafia und so vermute ich im stillen. Jedenfalls fragt er uns ob wir nicht heute Abend Bock auf eine Flat Rate Party im Billys hätten incl. Go go Girls und Coyote Ugly Party. Wir sind alle zu erst skeptisch, wollen aber nicht sein Ungemach auf uns ziehen und geben gröhlend unsere Zustimmung kund. Ok, den Ausschlag gab eigentlich die Tatsache, dass wir wegen unserem Hotel einen Rabatt bekommen (wahrscheinlich aus Mitleid) und wir nur 15 anstatt 25 Euro zahlen müssten. Die 15 Euro versaufen wir normalerweise innerhalb von 45min. weeee.

Nachdem wir einen Gruppennamen (die Jimmys) angegeben und fünf Euro Anzahlung geleistet haben, kommt auf einmal ein Traum von einer Frau an unseren Tisch und begrüßt alle. Es stellt sich heraus das sie (ihren Namen habe ich auf Grund von, ehhh, ablenkenden Dingen, vergessen) die Freundin von Kai ist. Verdammt. Jedenfalls tanzt sie mit ihrer Freundin auf der Party am Abend. Wenn wir bis hier hin noch nicht überzeugt gewesen wären, hätten wir spätestens jetzt unser Geld herum geworfen und bevorzugt in ihre kleinen engen Stoff Hot Pants gesteckt. Die Braut setzt sich zu uns, wir labern über unseren Urlaub, stellen Fragen zu Cala Ratjada und Stefans sowie mein Blick richtet sich gleichzeitig auf den Unterleib von Kais Freundin, grinsen plötzlich beide breit und offerieren wie aus einem Mund fröhlich ein herzhaftes "Cameltoe" in die Runde, worauf wir beide laut anfangen müssen zu lachen. Die anderen gucken uns fragend an, wir erklären natürlich nichts. Wie kann man sich auch mit so einer Hose, derart breitbeinig hinsetzen?

Wir verabschieden uns und gehen nun zum Stadtstrand. Dieser ist überfüllt und das Wasser ist mäßig ansprechend. Wir spielen etwas Volleyball im Wasser, chillen uns danach noch an den Strand und gehen gegen 17:00 wieder zum Hotel Pool. Gleiches Spiel wie gestern: Ein paar Bahnen schwimmen, Bierchen trinken und dann ab aufs Zimmer duschen und für den Abend ankleiden. Zum Abendessen gibt es diesmal Spagelsuppe (igitt) und Putenfilet mit Pommes (ok). Ich probiere den kostenlosen Hauswein und finde es erstaunlich mit wieviel Wasser man Wein strecken kann.

Wir haben nun 20:00 und um 21:30 fängt die Flat Rate Party an. Da der Schuppen quasie gegenüber unseres Hotels ist, setzen wir uns einfach so lange vor das Hotel und bestellen einige Bier. Punkt 21:30 stehen wir dann mit freudiger Erwartung vor dem Laden. Kai ist natürlich der Türsteher und lässt uns rein, nachdem wir die restlichen 10 Euro bezahlt haben. Der Laden (eine Kellerdisco) füllt sich kontinuierlich gut und das Publikum bewegt sich im Alter von geschätzten 22-30 Jahren. Wir bestellen uns einen Drink nach dem anderen und sind überrascht wie gut die Mischung der Long Drinks ist. Bier beschließen wir, trinken wir erst später als Absacker. Gegen 22:30 sind wir in großer Tanz Laune und begeben uns als eine der ersten auf den Dance Floor und markieren unser Revier mit einigen gewagten Moves. Die Tanzfläche füllt sich daraufhin immer mehr und wir müssen unseren ausschweifenden Tanzstil folglich etwas einschränken. Um 00:00 ist es dann so weit, Cameltoe und ihre Freundin kommen und beginnen an der Stange zu tanzen. Irgendwann haben die beiden plötzlich eine Flasche Tequila in der Hand und begießen willige Kerle damit. Wir fünf stellen uns natürlich sofort gesittet für diesen Spass an und in der Folge hängen wir alle zwischen Cameltoes großen festen Brüsten und lassen uns den Mund mit Tequila füllen. Ein riesen Spass.

Ich merke wie mir langsam der Alkohol zu Kopf steigt und meine Blase ist wohl auch nicht mehr in der besten Verfassung, so dass ich beschließe gen Toilette zu flanieren. Auf dem Weg dort hin muss ich an der Tanzstange von Cameltoe vorbei. Unsere Blicke treffen sich und ich versuche reflexartig vorbei zu sprinten, aber schon hat sie mich am Arm gepackt und fragt ob ich nochmal will. "Ehm, ich hatte schon - danke." Ein Nein ist für sie aber wohl eher weniger akzeptabel und sie drückt mich wieder an ihre Brüste. Na klasse, nochmal den Mund voll Tequila überlebe ich höchst wahrscheinlich nicht. Sie bemerkt wohl meine Anthipathie gegenüber ihrem Vorhaben und flößt mir ganz zärtlich, wie einem Baby, nur ein klein wenig Schnaps ein und fragt dann noch säuselnd ob das so ok war. Von so viel Gefühl völlig überwältig und schlagartig verliebt, gebe ich ein lapidares "Alles kuhl" von mir und nehme den Weg zur Toilette wieder auf.

Die Party geht richtig ab und wir sind ganz vorne mit dabei. Wir rocken sozusagen den ganzen Laden und machen definitiv die größte Stimmung auf der Tanzfläche. Es werden diverse Polonäsen vollzogen, in deren Verlauf ich fröhlich ständig mein Bier (worauf ich wohlweißlich umgestiegen bin) auf meine Vorderleute verschütte. Die Musik ist 1 A. Es wird alles von House über Schlager, Charts bis hin zu Rock gespielt. Bei Nirvana und Papa Roach brennt die Hütte und wir bashen den Großteil der Leute von der Tanzfläche. Gegen 04:00 wird der Laden merklich leerer und wir beschließen auch abzuziehen und in die nächste Disco, dem Cheops, zu gehen.

Auf dem Weg dort hin (100 Meter Luftlinie), kaufen wir noch Bier am Supermarkt (50 Meter Luftlinie). Wir kommen trotz unseres Zustandes ohne Probleme in die Disco rein und sahnen zuerst unser Freigetränk ab. Cyo und ich trinken dieses in Ruhe an der Bar, während ich mir eine rauche. Die anderen sind bereits auf der Tanzfläche. Plötzlich sacke ich in meinem Gemüt schlagartig ab, werde von einem auf den anderen Moment müde und mein Magen rebelliert. Mein Anwalt merkt dies natürlich und fragt ob wir raus gehen sollen. Ich stimme diesem Vorschlag zu und lege mich draußen an der Hafen Promenade auf irgendeine random Mauer. Ich habe absolut keine Ahnung wie lange ich dort lag.

Irgendwann jedenfalls kamen die anderen drei vorbei und wollten zurück zum Hotel gehen. Dem gegenüber hatte ich natürlich nichts einzuwenden und ohne weitere Balkonaction wie an den Abenden zuvor, legten wir uns einfach nur noch pennen.

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