
4 gespielt, 2mal final table, einmal 10ter und einmal irgendwo zwischen 20 und 54
:P
diese superturbo dinger sind alle ganz lustig, die sind auch das einzige was ich atm mache :D bisher zwar vor allem 9er, aber 54er werde ich jetzt definitiv ab und zu reinmischen. mal gucken ob ich dabei bleibe wenn mein gesicht wieder verheilt ist ;D
mümmel on
Mittwoch, 7. Juli 2010
oh my gosh!!!!
Montag, 5. Juli 2010
big in dreams
misleading title. my bad.
heute war es anders als beim letzen mal. es startet alles mit "sweet dreams".
guter song btw. die assistentin legt die folterwerkzeuge auf dieses lustige schwenkbare tischding. eingewickelt in ein blaues tuch. leider nicht ausreichend was die sichtbarkeit der instrumente betrifft, also noch eins draufgelegt. ok, ich verstehe dass man das messer mit dem mordet vor dem opfer versteckt - aber wozu das blaue tuch? ist nicht grün beruhigender als blau? ich jedenfalls mag grün lieber als blau.
3 spritzen betäubung. irgendwie denke ich wirkt die nicht so wirklich. wartezeit rum. "spüren sie denn ein bisschen betäubung?" geschickte frage! klar, etwas spüre ich. scheinbar reicht das!
es geht also los. eine art zange hält meinen mund auf, kennt man ja. und wieder denke ich, dass ich den mund sonst nicht soweit aufreiße. dann der bohrer! heilige mutter gottes, so schrill hatte ich den nicht in erinnerung. und so lang. und was bohrt der überhaupt? mir war ja klar dass es dieses mal nicht so schön laufen würde wie beim letzten mal, wegen mir musste ich aber kein recht behalten.
dann auf einmal fällt dem doktor eins seiner spielzeuge runter. na super! hat da einer seinen beruhigungsdrink versäumt? die 2te helferin (die egtl nur beobachtet hat (warum egtl? "heute wieder der psycho, zimmer 1, gucken kostenlos drinks selber mitbringen?) holt von irgendwo ein neues. "müssen wir jetzt umbauen?" WIE BITTE?! NATÜRLICH, lasst mich hier liegen, keine gefangenen, kennt man ja, baut ihr ruhig um während ich mich als neuer joker bewerbe! da zauber ich mir lieber selber ein lächeln auf mein gesicht.
die wirklich helferin redet mir gut zu und berührt meine schulter. ich glaube sie wollte wissen ob alles ok ist. also, wenn ich ehrlich sein muss - die wirtschaft macht mir schon ein wenig sorgen. und dann erst der neue wulff im schafspelz. und dann ist da noch meine midlifecrysis...
ach in meinem mund! hey, alles bestens! ich hatte eh vor kleinen fiesen metallgurken asyl zu gewähren, antrag ist gestern raus. kann man von steuern absetzten habe ich gehört. gewusst wie!
ich gebe irgendein gebrabbel von mir. und schwupp! schon ist der obere zahn raus. loch wird sofort genäht. alter falter, der junge hat mehr garn verwendet als meine beiden großmütter in ihrem ganzen leben! vielleicht sollte ich in dem loch nach öl bohren, tief genug scheints zu sein.
untere seite. darauf habe ich schon gefreut! der übt mein lieblingsdoktor nämlich druck aus, ich reiße also meinen mund noch weiter auf! warum auch nicht. wenn ich schonmal da bin sollten meine bazillen auch mal n bisl an die frische luft kommen.
der bohrer ist wieder da. okeh... ich lenke mich ab und höre subtil radio (nein wirlich, die habe nichts gemerkt!). big in japan.
der doktor prockelt weiter rum. und auf einmal ist der borhrer schon wieder da! ich möchte mir garnicht ausmalen was für ein trümmerfeld da wohl in meinem mund sein muss. haben die da eigentlich hilfen wenn die unter posttraumatischen erlebnissen leiden?
anyways. auch der stille junge aus der ecke hinten rechts verlässt schließlich den schlund. fertig!
"zähne wieder einpacken?" hmm mhh mh. wtf? WAS HABT IHR MIT MIR GEMACHT??? ich habe auf einmal genug speichel im mund um tibet zu überfluten. na super. gebärdensprache währe jetzt hilfreich. aber wo lernen? und es kann ja doch keiner...
ich stehe an der rezeption, termin für kontrolle und fäden ziehen. "hier, die zähne" "dapfne". "tschüss" "müpf". nächstes mal winke ich einfach freundlich...
meine mutter holt mich ab. "aber das ist doch super, diese 4 zähne machen dir jetzt mit absoluter gewissheit nie wieder probleme!"
da springt mein philosophischer geist an. einmal also leid erfahren um danach nie wieder zu leiden? wie weit würde der mensch gehen, und wie groß müsste dafür die belohnung sein?
stunden später komme ich auf folgendes fazit: ein hoch auf die pharmaindustrie!!! fuck, solche schmerzen hatte ich entweder verdammt lange nicht mehr - oder noch nie. mir ist schwindelig, ich will schlafen, kann nicht schlafen, will trinken, kann nicht trinken, habe hunger, kann nicht essen, suche ablenkung doch es bringt nichts. also muss ein drogencocktail helfen. und dann geht es irgendwann. ich darf nur den kopf nicht bewegen. na also, problem gelöst! ich bin ja keine eule und auf meinen krassen rundumblick angewiesen. und mäuse jage ich eh nicht wenn ich sie danach nicht kauen kann.
alles in bester ordnung also.
und eine neue foltermethode habe ich auch gelernt. also eine win-win situation. probekaninchen habe ich auch schon. hier ein profilbild der beiden:
in diesem sinne - guten hunger und prost!
schlürf on
Freitag, 2. Juli 2010
Monatsrückblick - Juni

Ich habe doch erstaunlich viele Hände im letzten Monat gespielt. Eigentlich hatte ich gedacht wären das wegen den letzten warm/heißen Wochen weniger, aber scheinbar habe ich in der ersten Monatshälfte ganz gut gegrindet. Schön jedenfalls das ich nach dem letzten Verlust Monat (-$3k) wieder einen ordentlichen Profit verbuchen konnte. Diesen wollte ich in den letzten 1 1/2 Wochen eigentlich nochmal ordentlich pushen, aber die liebe Motivation ist mir flöten gegangen und ich habe es dann bei wenigen Händen mehr gelassen.
Für den Monat Juli habe ich mir vorgenommen endlich mal NL400 in Angriff zu nehmen. Ich habe mich jetzt so lange davor gedrückt, aber wenn ich mich weiter entwickeln möchte, muss das jetzt einfach mal sein und ich schmeiße mich somit in das eiskalte Wasser. Da ich aber ersteinmal eine tighte tableselection dort betreiben werde, mixe ich wohl die Limits etwas durch und ich erwarte nicht mehr als 1-2 gute Tische auf dem Limit finden zu können. Schon auf NL200 hat man oft Tage wo man höchstens an einigen wenigen Tische einen Fisch findet und sich ansonsten mit Regs prügelt. Ich glaube nicht das dies sich irgendwie bessern wird.
Dann noch meine Wetten für die Viertelfinalspiele:
Sieg Deutschland vs. Argentinien @3.4
Sieg Uruguay vs. Ghana @2.12
Sieg Spanien vs. Paraguay @1.53
Sieg Niederlande vs. Brasilien @4.5
Schönes Wochenende allerseits.
Donnerstag, 1. Juli 2010
promi itt!
heute habe ich eine alternative zu google gefunden :o http://www.ecosia.org/ ist ab heute statt dem googlehupf meine neue startseite :) hier der grund dazu:
Worum geht es bei Ecosia?
Ecosia ist eine umweltfreundliche Suchmaschine, die von Yahoo, Bing und dem World Wide Fund For Nature (WWF) unterstützt wird. Ecosia funktioniert im Grunde wie andere Suchmaschinen, jedoch spendet Ecosia mindestens 80% der Sucheinnahmen an ein Regenwaldschutzprojekt des WWF.
Dadurch können die Nutzer mit jeder Suchabfrage etwa zwei Quadratmeter Regenwald retten – ohne auch nur einen einzigen Cent zu bezahlen. Weiterhin laufen alle Ecosia-Server mit Ökostrom und erzeugen somit keinerlei CO2-Emissionen. Wenn Sie Ecosia als Suchmaschine verwenden, machen Sie Ihre Websuchen grün.
also können nicht nur alkis den wald retten sondern auch nerds! (bonuspunkte gibts obv für betrunkene nerds ;) )
natürlich musste ich mich auch gleich mal davon überzeugen dass ich damit auch sachen finde und habe "krebsnebelwesen" eingegeben. und was finde ich?
good old barbara :D zu finden auf http://herrengedeck.blogspot.com/ ich sollte archäologe werden finde ich ;D
dort erfährt man übrigens auch von krebsis 2ter identität als auftragskiller :o (und weil ich den bestimmten eintrag nicht verlinken kann ... zitiere ich ihn :D)
Ab jetzt werde ich wohl beobachtet...
Nichtsahnend geht man frisch geduscht ans Telefon. Hannoveraner Nummer. Da ich im Festnetztelefon keine Nummern gespeichert habe, ist es also nicht ungewöhnlich, daß dazu kein Name im Display erscheint. Als Spaßvogel gehe ich normalerweise immer mit "Kripo Duisburg, Schimanski" an den Apparat. Heute dachte ich mir: nimm mal die andere Seite.
Also: "Dörffel, Auftragskiller"
Kurzes Staunen am anderen Ende der Leitung... Man konnte es tatsächlich hören.
"Dominik Dörffel?" kommt es dann von dort.
"Ja"...
"Polizeiwache Südstadt, Kommisar ****" Jetzt hörte er wohl an meinem Ende ein Staunen...
"Das war ein Scherz mit dem Auftragskiller", sage ich mit sehr niedrigem Blutdruck.
"Das hoffe ich doch..."..."Rauchen sie, Herr Dörffel?"
"Nein."
Aber dann fällt es mir wieder ein. Das Jugendschutzgesetz und seine Folgen für Raucher. Ich hatte Lieblingsjule Zigaretten aus dem Automaten mitgebracht. EC-Karte darin vergessen...
"Sie können sich die Karte hier abholen."
Na dann mache ich mich mal auf den Weg... Wie der mich wohl empfangen wird?
Nächstes mal gehe ich wieder mit "Katholischer Pferdefriedhof Castrop-Rauxel" an den Hörer... Weniger verfänglich...
tja ja ... das internet vergisst nicht :>
ach, und angeblich hilft es unerkannt zu bleiben wenn man sich nicht sofort mit "auftragskiller" meldet.
sooo. jetzt aber genug davon :D
juni ist vorbei, ich bin nicht broke, juli steht, ziel ist wieder nicht broke zu gehen. und im moment bin ich sogar zum grinden motiviert :)
und weil das alles so schön ist noch ein schickes lied zum abschluss ;D
dadurch ergibt sich natürlich eine völlig neue dimension der wortspiele, "i love hurts" und deren website informationhurts.com sind glaube ich nur der anfang :D
jetzt reichts aber auch wieder. ich geh mal gucken ob immernoch 34° im garten sind :P
hurt on
Mittwoch, 30. Juni 2010
Fußballfrei
Mann ist das blöd ohne das tägliche Fußballspiel.
Ich habe heute Fenster geputzt...
Wenn ich schon Uninteressantes poste, könnte ich auch noch den Monat Juni abschließen.
Eigentlich habe ich das "Erwähnenswerte" schon in einem Kommentar niedergeschrieben, aber hier noch mal für alle:
Cash Game: 130 Hände +1,4 Stacks bei Absolute
Tourney/SnG: 1 FPP Satellite SnG bei PKR (1. Platz)
Von den CG Händen sind 111 am 2.6. gespielt und die habe ich auch schon im Monatsabschluß Mai "dazugerechnet". Die restlichen 19 Hände sind vom 21.6. Da hatte ich nach 2-3 Orbits genug "gesehen" und wieder aufgehört. Dafür dann bei PKR das Satellite gespielt und gewonnen, aber danach hatte ich keine Lust mehr, das Event zu spielen, macht aber nichts, das Ticket verfällt nicht.
Videos habe ich auch noch keine weiteren gedreht. Wenn ich mal vorm PC sitze, dann um aus der Sonne zu kommen oder mal den Fernseher alleine zu lassen. Und dann werden nur E-Mails gecheckt, PW24 durchsucht, Amazonbestellungen aufgegeben und mal eine Runde Billard auf GameTwist gespielt...
Ach ja, 2 Sportwetten hatte ich ja mit den geschenkten $6 von bwin gemacht. Das sind inzwischen $16. Eigentlich müßte ich am Samstag wieder auf Deutschland setzen...
Ich wünsche Euch einen erfolgreichen Juli, soweit Ihr überhaupt spielt, bei dem Wetter und der WM.
Dienstag, 29. Juni 2010
dienstag vielleicht
hitze! 42° im schatten. so blieb mir nur eine einzige möglichleit. in den keller umziehen! 20 meter lankabel ftw, so habe ich fast überall hier im haus internet :) und hier ist sogar angenehm! so siehts dann aus:
um warum ich das poste verschweigt mir mein gehirn, alles matsche glaube ich. ich habe heute seit langem mal wieder ein husng gespielt, nach meinem klaren sieg aber keine lust mehr gehabt noch mehr zu spielen :P
dann habe ich mir einfach selber vorgeschlagen in dem land urlaub zu machen was weltmeister wird. wenns sowas wie spananien wird mache ich das vielleicht sogar :P
es sei denn vorher praktiziere ich eine spontane selbstentzündung. man kann ja nie wissen.
tipp für alle die allergien haben: auch dagegen hilft ein keller! (am besten fensterlos). vielleicht kommts mir aber auch nur so vor als müsste ich hier weniger nießen. nya. das wars auch schon wieder :D ist alles relativ mau bei mir atm, bewerbungen an unis gehen raus und ich warte auf meinen 2ten weisheitszahnziehungsakt.
wenn sich die ganze wmaufregung gelegt hat gibts vielleicht ein kleines special von mir, muss ich aber nochmal genau durchdenken :D bis dahin
sneeze on
Sommerloch
Poker nervt bei dem Wetter. Das wollte ich einmal gesagt haben. Bei Temperaturen um die 30 Grad ist es für mich echt ein Graus zu spielen und ich muss mich für jede Hand einzeln zwingen. Das dann noch die WM läuft, macht das ganze nicht unbedingt besser. Meine Motivation ist zur Zeit demnach also so ziemlich auf einem Null Punkt und ich habe das Spielen wirklich stark reduziert in den letzten Tagen.
Mal gucken wie das im nächsten Monat wird. Vielleicht erspiele ich nur das Mindestmaß dessen was ich "muss". Sollte das Wetter so bleiben, wird das auf jeden Fall so sein.
Wetten für die beiden Achtelfinalspiele heute:
Sieg Japan @4
Sieg Portugal @4.3
Außenseiterwetten halt.
Bisher haben mich die Achtelfinalspiele wieder gut an den break even Punkt gebracht für die WM. Da das natürlich nicht so bleiben kann, werde ich ab dem Viertelfinale mal ein bisschen den Wetteinsatz anziehen.^^
Sonntag, 27. Juni 2010
Cala Ratjada ganz romantisch Teil 4 / Ende
5. Tag
Das Wetter ist immernoch gut. Heute spielt Deutschland um 13:30 Uhr. Wir gehen mit dem Plan an den Strand ein Tretboot mit Rutsche zu mieten.
WTF!?! Tretboote sind aus... Alle schippern da durch die Bucht, für uns ist keines mehr da. OK, legen wir uns erstmal wieder hin. Und warten. Um 20 nach 11 kommen die ersten Tretboote wieder rein. Ist den meißten von uns aber jetzt irgendwie zu spät, da alle ihre anteiligen 3 Euro für die Stunde Miete auch ausnutzen wollen. Pfennigfuchser...
Liegen wir also weiter dumm am Strand rum. Bis 12:30. Dann gehen Jens und ich schon mal vor um einen Platz irgendwo vor einem der unzähligen Fernseher zu sichern. Die Frauen:"Reicht es, wenn wir um 20 nach 1 da sind?" Ja klar, bis dahin schlagen wir uns mit den anderen 2 Millionen Deutschlandfans um Eure 4 Sitzplätze...
Wir nehmen gleich die erste Sportsbar und bekommen annehmbare Plätze in dritter Reihe vor einem Fernseher. Für einen Platz an der Leinwand hätte man wohl direkt aus dem Bett in diese Sportsbar einkehren müssen. Die Frauen haben uns schon auf dem Weg dorthin abgefangen, so toll war es am Strand wohl doch nicht mehr, als mindestens 3/4 aller dort Liegenden kurz nach uns abgewandert waren. Das erlebt man dort wohl auch eher selten: kurz vor der Hochsaison, strahlender Sonnenschein, 32°, klares, quallenfreies Wasser und kaum ein Mensch am Strand.
Zum Spiel muß ich wohl nicht viel sagen, es endete bekanntlich mit 0:1 für Serbien.
Gespräche danach zwischen zwei Urlaubern:"Kommst Du noch mit zum Strand?" Die sehr schnelle und verärgerte Antwort seines Kumpels:"NEIN!" Da war wohl einer sehr gefrustet.
Wir gehen aber zurück an den Strand. Auch diesmal wird es aus unerfindlichen Gründen nichts mit dem Tretboot. Tanja hat sich auf dem Rückweg zum Strand eine Taucherbrille mit Schnorchel gekauft. Eine Kindertaucherbrille... Jens leiht ihr seine Brille und daraufhin ist Tanja für eine Stunde in der Bucht verschwunden. Sie kommt wieder mit den Worten:"Ich habe einen Tiger gefunden!"
WTF?!?
Sie: "Ja, so einen Playmobiltiger. Hat bestimmt ein Kind verloren."
Ich:"Und wo ist der nun?"
Sie:"Den hole ich morgen hoch, wenn wir mit dem Tretboot da hin fahren."
Jens:"Wie tief liegt der denn?"
Sie:"So 10 Meter!?"
Jens und ich:"Aha..."
Viel Spaß mit dem Druck... Davon abgesehen, dass Tanja eh schlecht schätzen kann und dass das ganze in kristallklarem Wasser eh noch schwieriger wird, könnte es von 2 Meter bis 10 Meter alles gewesen sein.
Tanja hat trotzdem noch viele andere schöne echte Tiere gesehen. Wer es nicht weiß, die Wasserwelt dort steht unter Naturschutz und es gibt, laut Jens, wohl wirklich sehr viel zu sehen.
Jens und Melle müssen los. 18:40 ist Transfer zum Flughafen, vorher wollen sie noch mal duschen und müssen noch auschecken. Wir bleiben noch liegen und ich langweile mich wieder. Mit der Aussicht auf Tretboot mieten habe ich, wie am Morgen auch schon, alles Unnötige im Hotel gelassen. Ich sagte zwar, lesen am Strand ist doof, aber wenn man ein Buch in der Tasche hat und wenigstens weiß, man könnte jetzt lesen, ist es schon etwas anderes. Ich gehe mal am Wasserrand entlang zur mittleren Bierbude. Auch nicht viel interessanter aber das Alster ist köstlich.
Wir brechen auf, verabschieden Melle und Jens, gehen Essen, machen uns fein, spielen 2 Runden BINGO, bei der wir pro Runde einen halben Liter Sangria gewinnen, was uns den Hass einer Abitruppe einbringt.
Lustige Beobachtung dabei am Nachbartisch: Ein Paar in mittleren Jahren. Erste (kostenlose) Runde nichts gewonnen. Er hat ein Bier vor sich, sie nichts. 2. Runde, jetzt kostet ein BINGO-Schein 50 Cent, die beiden kaufen 4 Stück. Nach jeder Zahl, die seine Scheine nicht trifft, schmeißt er seinen Stift auf den Tisch. Als von unserem Tisch dann "Reihe!" für den 2. halben Liter Sangria gerufen wird, rastet er schon fast aus. Sein Bein zittert. Wir spielen eigentlich nur noch um das Paar zu schlagen, den weiteren Liter Sangria hätten wir wohl in den Pool gekippt...Leider wird es nichts mit unserem Sieg und das Paar gewinnt tatsächlich. Was für eine Freude!
Der Mensch ist ein komisches Tier...
Wir gehen nochmal zu DJ Jörg. Die Frau hat heute ein rotes Kleid an, welches man sonst nur auf Opernbällen sieht. Um 0 Uhr erfahren wir auch warum: Tatjana aus Münster hat heute Geburtstag!
Wir überlegen kurz, ob wir hingehen und gratulieren, damit sie uns ein Getränk spendiert, lassen den Plan aber schnell wieder fallen.
Für heute reicht es uns und der Abend ist um halb 1 beendet. Von DJ Jörg brauchen wir kein Taxi...
letzter Tag
Der Plan war eigentlich Morgens an den Strand, Nachmittags nochmal shoppen um letzte Mitbringsel und Zigaretten für die Heimat mitzunehmen. Alles hinfällig, als man aus dem Fenster schaute. Dicke Wolken hängen am Himmel. Also wird kurzfristig umgeplant und es geht erst in die Stadt. Kaum sind wir los, klart es auf und ich schwitze. In der Stadt. Ärgerlich. Ich probiere es nochmal mit einer kleinen Dose San Miguel und zusätzlich einer kleinen Flsche Wasser...
Samstags ist in Cala Ratjada immer Wochenmarkt. Zusätzlich zu Obst und Gemüse gibt es natürlich den ganzen Plunder, den man sonst auch in den normalen Läden bekommt.
Die Frauen suchen wieder nach Taschen, Schuhen, Tüchern und Kleidern, während ein anderer Stand meine Aufmerksamkeit erregte: Dort standen nur Männer in der ersten Reihe und die Frauen standen dahinter und schauten gelangweilt in der Gegen rum. Oha! Soetwas bewirken normalerweise nur Modelleisenbahnen oder eine Carrera-Bahn. Es ist ein Stand mit Knobeleien aus Holz, Metall etc. Hier fand ich die Teile wieder, die in der Edelpizzeria auf den Tischen auslagen. Die Frauen ließen mich dort erstmal stehen und knobeln, so waren alle zufrieden.
Ich hab dann erstmal 2 gekauft. Die Holzschlange muß ein Würfel von 3x3x3 werden und beim anderen muß man die Messingscheibe vom Bolzen runter bekommen.
Wir sind fertig mit shoppen und gehen danach zum Strand. Kaum sind wir dort, kommt hinter dem Pinienwald eine sehr dicke, sehr dunkle Wolke hervor. Es blitzt darin, es donnert leise. Es blitzt erneut, es donnert so als wenn zwei voll beladenen Güterzüge zusammenprallen. Eine Frau schreit:"Wir werden alle sterben!", sie lacht aber dabei. Wir liegen direkt neben dem Bademeister, der auf seinem Hochsitz nicht mal mit der Wimper zuckt. Ich denke mir, wenn der da oben als direkter Blitzableiter so ruhig sitzen bleibt, hat ihn entweder der Blitz gerade schon getroffen oder wir müssen uns keine Sorgen machen. Es riecht nicht verkokelt, also bleiben wir liegen. Um uns herum herrscht aber doch eine gewisse Aufbruchstimmung und so leert sich der Strand etwas.
Nun gibt es ein kleines Naturschauspiel. Die riesige Wolke stoppt ihren nordöstlichen Weg über die Bucht Richtung Menorca und biegt spontan nach Südosten ab. Wir bekommen nicht einen Tropfen Regen ab und es entsteht eine messerscharfe Kante, die mit jeder Sekunde ein paar Zentimeter mehr Sonne über den Strand fallen läßt. Der Strand liegt wieder voll in der Sonne, alle jubeln, weil wir doch überlebt haben.
Der Exodus der Angsthasen hat das ein oder andere Strandgut hinterlassen. So meinte dann ein schlauer Frischabiturient, er könne sich die nun leere Strandliege, die direkt vor mir stand, einheimsen und ein paar Meter weiter zu seiner Abitruppe ziehen, um sich dann darauf legen zu können. Da hat er die Rechnung ohne den Strandliegenmeister gemacht, der flink wie immer gleich zur Stelle war und kassieren will. Der Abiturient verweigert die Bezahlung, der Meister schnappt sich eine Taucherbrille, die nun als Pfand oder als Bezahlung dienen soll, mitsamt der Liege und stiefelt davon.
Da hat er diesmal die Rechnung ohne den diskussionsfreudigen Abiturienten gemacht. Der weigert sich immernoch zu zahlen und legt es wirklich darauf an, die Polizei kommen zu lassen...
Ich äußere schon laut, dass das, falls der Abiturient nicht fließend Spanisch spricht, wohl keine so gute Idee ist.
Ein paar Jungs der Truppe stellen sich neben den Liegenwächter an die Bierbutze und warten. Er sowieso. Nach einer halben Stunde taucht ein Polizeiwagen in der Größe eines VW-Bullis auf, dahinter noch ein Streifenwagen. 2 Polizisten "sichern" den Zugang zum Strand ab, die zwei anderen marschieren zur Bierbude. Nicht ohne vorher noch auf dem Weg sämtliche Verstöße gegen die Strandordnung zu beheben. So müssen viele Leute ihre Glasflaschen sofort in den Müll schmeißen, ein Volleyball wird einkassiert aber ziemlich schnell zurück gegeben und ein Ghettoblaster hängt plötzlich über der Schulter des Polizisten. So schnell kann man sich Freunde machen, wenn die nun wüßten, dass ein Dummkopf nicht die 5 Euro für eine Liege zahlen wollte und die Polizei kommen läßt.
Der besagte kommt nach 2 Minuten wutschnaubend zurück und beantwortet die Frage der restlichen Truppe, was nun geht:"Mit denen kann man gar nicht diskutieren!" Ach... "Entweder ich zahle, oder die nehmen mich mit." Welch Überraschung. Ich vermute mal, die Polizisten, selbst wenn sie in Deutschland ausgebildet worden wären, könnten im Moment nicht ein einziges Wort Deutsch. Der Abifrischling schnappt sich sein Portemonaie und geht zur Bierbude zurück. Ich rufe ihm noch nach:"Wenn die Liegen kostenlos wären, hätte wohl jeder am Strand eine. Nun hast Du mal nicht fürs Abi gelernt, sondern fürs Leben!" Meine Mitreisenden sind kurz entsetzt über meine große Fresse, zwei andere Paare in unserem Alter grinsen mich an. Er hingegen ignoriert mich... Dann kommt er zurück und die anderen meinen:"Wenn Du jetzt bezahlt hast, dann kannst Du Dir ja jetzt die Liege holen."
Er:"Ich habe den Bon weggeworfen." Selfowning deluxe...
Der Kerl, dem der Ghettoblaster gehört, darf aber wirklich mitkommen. Er wird stark umjubelt in Empfang genommen, als er nach mehr als eineinhalb Stunden zurückkehrt.
Wir treten unser letztes Abendessen an. Heute wollen wir auf BINGO verzichten, trinken auf den Zimmerbalkonen die letzten Reste Wodka und Gin aus. Ich habe vorher noch eine Flasche Fanta Lemon gekauft und plötzlich schmeckten die Mischungen. Einmal Fanta pur probiert, dann das andere Lemonzeug. BAH! Der Süßstoff im anderen hat total den Geschmack versaut. Späte Erkenntnis...
Danach kehren wir auf zwei Cuba Libre bei DJ Jörg ein und schauen noch einmal ins Chocolate.
Um kurz vor 1 kommt kurz die Frage auf, ob wir nun bis 4 durchmachen, wenn uns der Transferbus um 4:30 Uhr abholt, oder ob wir nun ins Hotel gehen und noch 2,5 Stunden schlafen. Wir gehen schlafen.
Als der Wecker klingelt, fühle ich mich sowas von schlecht, hätte ich mal lieber durchgemacht...
Der Nachtportier läßt uns am Automaten noch Kaffee ziehen, eine kleine Rettung.
Wir warten vor dem Hotel auf den Bus...
Frühstück bei McDonalds im Flughafen. Keiner hat Bock, großartig Sachen im Duty Free zu kaufen.
Der Flug ist normal, man kann sogar den Piloten verstehen, alle schlafen. Wir landen dank des Wetters ruckelig im kalten Hannover. Brrr.
Der Tiger liegt übrigens immernoch auf dem Meeresgrund, denn es wurde in diesem Urlaub nie ein Tretboot gemietet...
Samstag, 26. Juni 2010
Cala Ratjada ganz romantisch Teil 3
4. Tag
Das Wetter ist Bombe. Wir gehen ohne Umweg über irgendwelche Geschäfte an den Strand. Jens und Melle geht es schlecht und sie bleiben erstmal im Hotel. Für 12 Uhr hat Jens uns in der Tauchbasis für einen Schnuppertauchkurs angemeldet. Bis dahin wollten sie ihre Kreisläufe wieder unter Kontrolle haben. Um 11 tauchen die beiden auch auf. Ziemlich blass um die Nase, aber aufrecht gehend. Ich glaube nicht, dass sie die Zeit alleine für Schweinereien nutzen konnten...
10 vor 12 gehen dann Melle, Tanja, Jens und ich die Strandpromenade zurück und sehen schon von oben, dass die Bucht voller Feuerquallen ist. Bäh!
Das Schnuppern fällt also aus. Bei der Seuche haben selbst die erfahrenen Taucher keine Lust ins Wasser zu gehen. Macht nichts, trinken wir halt nur etwas und genießen die Aussicht.
Zurück zum Strand. Unsere beiden Singles liegen ja noch dort. Und haben sich keinen Meter bewegt... In dieser Bucht ist keine Qualle zu sehen. Komisches Meer.
Fürs Tauchen dachte ich mir, wäre es nicht schlecht, das erste Bier auf später zu verschieben. Nun gehe ich also zur Strandbude und hole mir erstmal ein Alster. Und irgendwann noch eins...
Mir ist langweilig. Ich ziehe weder mein T-Shirt noch meine Schuhe aus, breite ein Handtuch über meine geschwollenen Waden und liege so vor mich hin. Lesen am Strand ist auch irgendwie doof. Also beobachte ich wieder die üblichen Objekte. Zwischendurch lästere ich auch mal ein bißchen mit Kerstin über andere Strandbesucher. Das haben wir relativ oft gemacht. Ich fragte mich manchmal, was wohl die anderen in unserer näheren Umgebung über uns denken, wenn sie uns zuhören, denn auch wenn GNTM-Fotos gemacht wurden, wir sehen alle nicht so aus, als würden wir überhaupt das Casting überstehen. Vom Alter mal abgesehen...
Enttäuscht über das ausgefallene Tauchen, Jens ist ein passionierter Taucher, gehen Melle und er in der Strandbucht schnorcheln. Kaum sind die beiden weg, passiert ein kleines "Wunder".
Jeder kennt sie, die aufdringlichen Anwerber für Partyboote, Discopartys, Partytouren nach Palma etc. Bisher hatte uns nie jemand angesprochen, immer nur um uns herum. Einmal lagen die Malle Diven in unserer Nähe, es verbindet halt in der Fremde, wenn man das selbe Schicksal hat und aus Hannover kommt, dort bekam der Anwerber eine derartige Abfuhr von Sarah, wir hatten die Namen aus ihren Gesprächen erlauscht, Tontechnikerohren sei Dank, aber trotzdem blieb er hartnäckig. Irgendwann sah er es doch ein und verschwand ohne uns eines Blickes zu würdigen. Da sagte ich nur zu den Diven:"Seht ihr, ihr müßt einfach nur älter werden, dann werdet ihr nicht angesprochen."
Zurück zum "Wunder": Plötzlich steht mir einer in der Sonne und fragt:"Seid ihr schon mal angesprochen worden?", keine Antwort von uns, "Bestimmt schon tausendmal..." philosophiert der Drücker weiter. Wir schauen uns nur verwirrt an und sagen:"Nein, Du bist der erste."
Ab da zeigte sein Gesicht trotz der riesigen Pornobrille leicht verwirrte Züge und sein Konzept fürs Gespräch war auch irgendwie in seinem Köpfchen durcheinander geraten.
Also redeten wir weiter:"Was hast Du denn anzubieten? Partyboot?"
Er:"Äh. Ja. Auch."
Wir:"Das Problem ist wohl, dass wir zu alt für diese Touren sind."
Er:"Also da sind manchmal auch Leute in eurem Alter mit dabei."
Zu seinem Glück hat er nicht versucht zu erraten, wie alt wir wirklich sind. Das Gespräch gerät wieder ins Stocken, wir schauen uns alle gegenseitig an...
Er:"Äh, ja dann nichts für Ungut. Bis dann..."
Ich:"Danke fürs Ansprechen, Du hast uns sehr geholfen."
Sobald Melle und Jens aus dem Wasser kamen, schmierten wir ihnen unseren "Erfolg" aufs Brot.
So haben wir einen armen Anwerber unabsichtlich verarscht. Wir gehen jedenfalls davon aus, dass er sich verarscht fühlte. Kurze Zeit später kam die Guardia Civil über den Strand getapert und kassierte alle Anwerber ein. Sie durften mit zur Straße kommen und mußten wohl ihre Daten angeben. Soweit man das aus 200 Meter Entfernung richtig deuten kann. Das dürfte ihn wohl abgelenkt haben.
Die schlauen Afrikaner, die einem immer diese unglaublich günstigen echten Markensonnenbrillen und -uhren andrehen wollen, haben ihre Ware neben der Bierbude in den Mülleimer geworfen und sich auf den Deckel gesetzt. Als die Guardia weg war, ging deren Geschäft weiter. Die Anwerber waren für den Rest der Woche nicht mehr zu sehen...
Der Strandtag geht zu Ende und wir verpflegen uns. Wir haben uns an den permanenten Knoblauchgeschmack gewöhnt. Nach dem Essen geht es runter an die Poolbar. Dort trinken wir erstmal alle einen Mesclat zum Beschleunigen. So richtig Lust auf Weiterziehen hat keiner, aber wir einigen uns auf 2-4 Getränke im Chocolate. Vorher landen wir wieder bei DJ Jörg. Die Frau ist auch da. Heute in grün. Entweder hat Jörg heute nicht so viel ihrer Lieblingstanzmusik gespielt oder sie hat Löschpapier unter ihren Klamotten.
Ich beginne mit Cuba Libre, aber irgendwie läuft es nicht. Wir bleiben noch 2 weitere Cuba Libre und ziehen weiter in den Bierbrunnen. Es ist ziemlich leer. Also entweder sind wir zu früh oder zu spät. Ich gehe eher von zu spät aus. Trotzdem bestellen wir einen Liter Osborne Cola. Vom Nebentisch bekomme ich ein Gespräch zwischen zwei Jungs und zwei Mädels mit. Ich mache mir Sorgen um meine Rente. Der Generationenvertrag kann unmöglich eingehalten werden...
Die Jungs haben die Bierbrunnen T-Shirts mit dem einprägsamen Aufdruck "Fußball! Ficken! Alkohol!" an, die man für 2€ mehr zum Liter dazu bekommt. So kann man natürlich mit wenig Gepäck reisen, wenn man sich jeden Abend erstmal ein neues T-Shirt "gönnt". Aber die Frauen scheinen voll darauf abzufliegen...
Weiter geht es ins Chocolate. An diesem Abend geraten wir irgendwie zwischen die beiden Männertrupps aus Bielefeld und Bremen von den Vorabenden. Das Alphaweibchen sollte eigentlich nicht grüßen, denn heute kamen die Frauen vom Trainer Jörg und anderen an. Die sollten doch auf keinen Fall glauben, die hätten hier in der Zwischenzeit andere Frauen kennengelernt, sie grüßt aber doch und bemerkt sofort ihren Fehler.
Irgendwann kommt ein Allianz-Versicherungsvertreter aus Bocholt an unseren Tisch und schwätzt die Frauen voll. Selbst die Singels darunter schalten nach ein paar Minuten auf Durchzug. Hätte ich dort eine Versicherung laufen, ich würde sie kündigen. So ein Knallkopf...
Die anderen trinken, als gäbe es kein morgen. Ist im Prinzip auch teilweise richtig, denn Melle und Jens müssen morgen Abend abfliegen. Wer früher kommt, der muß auch früher wieder gehen. Logisch. Mir schmeckt es jedenfalls an diesem Abend nicht. Trotzdem steht andauernd ein frisches Bier vor mir. Ich spüre wieder ein leichtes Sodbrennen und bin eigentlich nur genervt. Weil es mir nicht schmeckt und alle anderen voll sind. Antizyklisches Gruppentrinken ist gemein. Ich trinke einen Pernod Cola. Keine spürbare Wirkung.
Nach 10 Cuba Libre, soviel zu den 2-4 Getränken, Jens ist inzwischen aber auch schon alleine ins Hotel gegangen, schaut Melle mich an, beide Augen einzeln und sagt:"Iii mu na haue. Sofort!" Oha.
Das Alphaweibchen ist noch nicht ganz bereit dazu, denn sie hat noch 2/3 Cuba Libre vor sich und der Menowin-Typ ist heute der schönste Mann im Chocolate. Verzerrte Wahrnehmung...
Melle dauert es zu lange, steht auf und geht Richtung Marktplatz. Ich folge ihr, denn man sollte sie in dem Zustand nicht alleine lassen. Tanja und Rike kommen kurz darauf nach. Melle kommt auf die gloreiche Idee, den Alkoholspiegel mit einer Lore Pommes senken zu können. Aus jahrelanger Erfahrung kann ich das widerlegen. Aber des Menschen Wille ist sein Königreich und so zieht sie ungebremst in die Pommesbude neben dem BurgerKing ein.
Das Alphaweibchen kommt nicht in die Puschen und lässt uns nun schon eine Viertelstunde warten. Ich gehe mal zu den beiden, die noch fröhlich auf Barhockern sitzen und quatschen, und merke an, dass wir dann nun gehen wollen würden. Scheiß Gruppenzusammenhalt.
Sie:"Ja, ich komme gleich."
Er:"Ich halte sie übrigens nicht auf."
Einundzwanzig, zweiundzwanzig, dreiundzwanzig... Na, hat jemand gemerkt, wie fies dieser Satz von ihm eigentlich war? Mir ist es erst am nächsten Tag durch den Kopf gegangen, dass es wohl die bestversteckteste Abfuhr an eine Frau war, die ich je gehört habe. Vielleicht doch nicht so dumm, der Kerl. Kann aber auch Zufall gewesen sein.
Wir warten weiter. Melle kommt mit den Pommes zurück. Rike hat inzwischen im 24/7 Spar so eine Art Vogelfutter gekauft. Meine Freundin greift in die Tüte, schaut den Fang kurz an und beißt dann zu. Erdnüsse sollte man entschalen, bevor man reinbeißt.
Es ist furchtbar, der Nüchternste zwischen einem Haufen betrunkener Weiber zu sein...
Im Chocolate gehen quasi die Lichter aus. Die Barhocker stehen schon alle auf den Tischen, die Fenster werden wieder eingebaut, die Kellner fegen den Boden, Alphaweibchen raucht inzwischen die 5. letzte Zigarette. Wir warten. Endlich bekommt sie ihren Kuss, was soll er auch machen, es ist ja keine andere mehr da, die er dort küssen könnte und wir können endlich gehen.
Wir geraten an den unfreundlichsten Taxifahrer, den Cala Ratjada zu bieten hat und steigen in ein anderes Taxi...
Freitag, 25. Juni 2010
Cala Ratjada ganz romantisch Teil 2
3. Tag
Auch das Frühstück schmeckt nach Knoblauch. Es ist bewölkt. (s.o.) Aber irgendwie heller. Wir gehen wieder an der Strandpromenade entlang, diesmal weiter. Ich hab ein San Miguel in der Hand.Wir kommen an der Tauchbasis vorbei und gehen weiter. Waren da auch schon wieder Geschäfte? Ich weiß es nicht mehr. Jedenfalls ist es Mittagszeit und wir überfallen eine Pizzeria mit mehreren Fernsehern. Welch ein Glück, sie zeigen Fußball. Kurzerhand zerstören wir den guten Ruf der anscheinend Edelpizzeria, indem wir mit den Fingern essen. Und das in der ersten Reihe. Selbst Schuld. Wir haben gesagt, wir wollen 3 Pizzen für sechs Leute. Wenn die keine Extrateller bringen... Als Zeitverteib dienten Knobelspiele, die auf den Tischen auslagen. Ich sollte sie später noch einmal finden.
Am Nachmittag liegen wir das erste mal am Strand. Es hat sich soweit aufgeklart und es ist wärmer geworden. Ich gehe sogar ins Wasser. Eigentlich nicht mein Ding, da so rumzuplanschen, aber wenn man schon mal da ist... Ich creme mich übrigens nicht ein. Meine Freundin macht auch keine Anstallten, mir den Rücken einzucremen. Als meine Schultern dann doch merklich wärmer werden, gebe ich einen Schuß Sonnencreme auf meine Schultern und verteile es unmotiviert. Am Abend habe ich krebsrote Waden, ebenso Teile der Brust und des Rückens. Nur meine Schultern sind weiß... Man sieht genau, wie ich einmal mit der Hand die Sonnenmilch vom Hals über die Schulter zum Oberarm "verteilt" habe. Jawoll. (Inzwischen sehe ich aus wie eine Kuh, überall scheckig)
Auf dem Weg zum Strand haben wir zwei Luftmatratzen gekauft. Die nutzen wir dann für eine kleine Seeschlacht. 3 Weiber versuchen mich zu kentern, es gelingt ihnen aber nicht. Ich trete trotzdem die Flucht an und nehme einen derben Hieb Salzwasser zu mir. Ich huste mir die Seele aus dem Leib und bekomme einen Würgreflex. Das Strandbier bleibt aber zum Glück drin. Samt dem Salzwasser. Gute Mischung. Elektrolytemangel ist ja bekanntlich der Feind des Trinkers...
Das Abendessen nähert sich und wir bewegen uns zurück ins Hotel. Wir verzichten auf die abendliche Animation, die heute aus einer 2 Personen Band besteht, ein Keyboarder und eine Sängerin, die von einem Bildschirm den Text abliest, stattdessen schnappen wir uns unsere Mischgetränke und setzen uns in die Bucht unterhalb des Hotels.
Dort werden noch ein paar GNTM-Fotos geschossen, während ich mit einem SM links und der Kamera rechts ein paar Fotos vom Shooting und der Gegend mache. Wir trinken bis zum Sonnenuntergang und die anderen lassen sich von den Mücken zerstechen. Mich erwischt keine. Ich bin halt ein Sonntagskind.
Wir beschließen, noch zwei bis drei Getränke im Chocolate zu uns zu nehmen. Ich habe schon Sodbrennen. Und die Mischgetränke schmecken immernoch nicht. Auf dem Weg kommen wir wieder bei DJ Jörg vorbei. Die Frau steht wieder auf der Tanzfläche. Wir gehen weiter.
Im Chocolate, nein, was für ein Zufall, die Männer von gestern sind auch wieder da und unsere Singles sind wir quasi los. Im Bolero hatten sie wohl noch eine andere Männertruppe kennen gelernt. Irgendwie hießen hier aber alle Jörg. Egal ob aus Bielefeld oder Bremen oder als DJ. Ich trinke mal Pernod Cola. Und dann stehen wir doch wieder alle an einem Tisch. Es bilden sich aber immernoch keine Männerfreundschaften. Irgendwann verließ der Angebetete unseres Alphaweibchens das Chocolate und warf ihr nur einen flüchtigen Kuss im Vorbeigehen zu. Damit war ihre Stimmung zerstört, war er doch der tollste Typ der Welt. Aber he! es gibt ja noch zillionen anderer Männer hier. Und der Menowin-Typ aus der Truppe, der gestern noch ein Idiot war, ist doch plötzlich ganz nett. Ich finde immernoch, dass er ein Idiot ist.
Fazit des Tages: Es gibt Frauen, die suchen in Cala Ratjada nach der Liebe ihres Lebens.
Es ist 3 Uhr, ich will nach Hause. TAXI!